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man‘“zu zeigen. Wir wissen nur zu gut, was dieser Geschäfts-
jargon des Tages bedeutet; nicht einen Mann von Intelli-
genz, Idealen oder Bildung, sondern nur einen Mann von
Reichtum; der gewöhnliche Bürgersinn kann sich, allgemein
gesprochen, keine andere Vorstellung von einem erfolg-
reichen Manne machen.
Wenn man jedoch Reichtum für Größe setzen kann,
dann ist Hill ein wirklich großer Nabob. Er besitzt und be-
herrscht ausgedehnte Eisenbahnnetze im Nordwesten und
Westen; er ist der Besitzer weiter Landgebiete und Mineral-
lager, deren fabelhafter Wert jeder Berechnung spottet.
Er ist Besitzer von Dampfschiffslinien und von Eigentum
manch anderer Art; er lebt in einem richtigen Palast, und
Politiker, Verleger, Geistlichkeit und Richter sind seine
Puppen. Da er nun — wie seine Lobredner es ausdrücken —
ohne Geld „begann“, wie stellte er es an, all seinen Reichtum
zu erlangen? Diejenigen, die ihm huldigen, erklären diese
wesentliche Frage nicht; in salbungsvollem Ton haspeln
sie Daten und Zahlen herunter und erzählen fließend,
wann er diesen oder jenen Besitz erwarb, aber wie er tat-
sächlich dabei verfuhr, das erzählen sie nicht.
Wie der Nordwesten besiedelt wurde
Hill wurde in Guelph, Kanada, im Jahre 1838 geboren
und wanderte im Jahre 1856 nach St. Paul, Minnesota,
aus. Man kann sich die Umgebung, in die er als achtzehn-
jähriger Jüngling kam, leicht vorstellen, wenn man die
früheren Kapitel gelesen hat. Der Nordwesten befand
sich in seiner ersten wirklichen Besiedlungsperiode; und
diese Besiedlung wurde nicht, wie die üblichen Geschichten
erzählen, ganz allein von „sturmfesten Pionieren‘, son-
dern auch von Landräubern, Holzdieben, Spielern, kauf-
männischen Schwindlern, Halsabschneidern und Schurken
im allgemeinen ausgeführt. Der Ansturm, um Landbewil-
ligungen, Minerallager, Eisenbahnprivilegien und jedes
andere erreichbare Gut zu erlangen, hatte seinen Höhe-
punkt erreicht. „Schwindel“ aller Art wurde geplant;
eine Horde käuflicher Personen schwärmte herbei, um so