Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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bei der St. Paul und Pacific vorbei sind, ich erwartete 
Besseres von Hill und Kittson. Ich sprach mit Jim Hill 
gestern abend. Er leugnet, daß er irgendwelche Absicht 
habe, meine Ansprüche unbeachtet zu lassen, aber er ist 
solch ein Lügner, man kann ihm nicht glauben. Jeder 
Mensch in St. Paul wundert sich, wie Jim Hill Mr. 
Stephens behandelt. Er ist allgemein als der größte 
Lügner im Staate bekannt. Mr. Kittson hat mir immer und 
immer wieder gesagt, Jim Hill sei der schlechteste Mensch, 
den er jemals gesehen habe. Upham, P. H. Kelly, Thomp- 
son und tatsächlich jeder Bürger in St. Paul, wenn sie sich 
nur frei aussprächen, würden alle . dieselbe Geschichte 
erzählen. Du mußt mich nicht tadeln, wenn ich versuche, 
mit Jim Hill klar zu werden, ehe ich hier fortgehe?).“ 
Bei der Entscheidung des Falles sagte Richter Brewer, 
er glaube nicht, daß solch ein Abkommen getroffen 
worden sei, und er gründete seinen Glauben auf folgende 
eigentümliche und sehr amüsante Erwägung: „Ist es 
wahrscheinlich,“ schreibt er über Farley, „daß ein Mann 
in einer solchen Lage, mit seinen jahrelangen Erfahrungen 
in Zwangsverkäufen von Eisenbahnen und mit solcher 
Verpflichtung den Inhabern von Obligationen gegenüber 
sich auf ein geheimes Abkommen mit einer dritten Partei 
zum Aufkauf der Obligationen einlassen würde — auf ein 
Abkommen, bei welchem es in seinem Interesse liegen 
würde, den Marktpreis der Obligationen herunterzudrücken? 
Ist es wahrscheinlich, daß ein solcher Mann mit Über- 
legung einen Schatten auf den Bericht über sein Leben 
werfen würde?“ usw. usw.?). Natürlich nicht. 
3) Federal Reporter, 34, 521. Einer von Hills Lobrednern schrieb in einer im 
ganzen sehr überschwenglichen „Biographie“, die in der New Yorker „Tribune““ 
in der Nummer vom 7%. April 1907 veröffentlicht wurde, folgendermaßen über 
Hill: „Mr. Hill hat im Nordwesten den Ruf, ein sehr harter Geschäftsmann zu sein... 
Er hat niemals mit irgend jemand Geduld gehabt, der nicht unermüdlichen Fleiß 
und Selbstverleugnung an den Tag legte. Aus diesem selben Charakterzug ist bei 
den Eisenbahnleuten die Überzeugung entstanden, daß ‚Jim‘ Hill der härteste 
Mann im Geschäft ist, für den man arbeiten kann. Für ihn hat es nie eine Ruhezeit 
gegeben. Gerade jetzt ist er, wenn Arbeit zu tun ist, in den Nächten und an Sonn- 
tagen tätig. Mit denjenigen seiner Angestellten, die es nicht vergessen konnten, 
daß e8 so etwas wie Geschäftsstunden und Feiertage gibt, ist nie lange gefackelt 
worden.“ 2) Federal Reporter, 39, 516.
	        
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