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daher voraus, daß die zum Ersatz anderswo gewählten
Ländereien auch kein Mineralgebiet sein sollten. Aber
nachdem der Tausch gemacht war, zeigte es sich, daß die
Gesellschaft die wertvollsten Holzgebiete in Idaho, Montana
und Washington gewählt hatte — Ländereien, die sehr viel
mehr wert waren als die in Dakota —, und daß sich in
ainigen dieser Gebiete unter den Wäldern reiche Mineral-
lager befanden. Der Kommissar des Oberlandamtes war
zu jener Zeit, wie wir in einem früheren Kapitel bemerkt
haben, T. H. Carter. Sein gutachtlicher Bericht war für
Hill, den Beherrscher der Politik des Nordwestens, so be-
friedigend, daß die gesetzgebenden Körperschaften von
Montana die Erlaubnis erhielten, Carter in den Senat der
Vereinigten Staaten zu schicken, dessen hervorragendes
Mitglied er jetzt ist.
Hills Eisenerzlager
Hill besitzt persönlich sehr große Eisenerzlager in Minne-
sota. Der Wert dieser Lager wird allgemein auf wenigstens
eine Milliarde Dollar geschätzt. Im Jahre 1906 verpachtete
er an den Stahltrust einen nur kleinen Teil dieser Lager
auf einen Zeitraum von fünfundzwanzig Jahren auf der
Grundlage von Ertragsabgaben, wobei sich die Zahlungen
im ganzen auf mehrere Zehnmillionen Dollar beliefen. Wie
er diese Lager erwarb, ist in den amtlichen Dokumenten
nicht klar ausgesprochen. Wir haben in früheren Kapiteln
gesehen, daß die vom Kongreß verliehenen ursprünglichen
Landbewilligungen, so korrupt auch die Umstände bei der
Durchbringung der verschiedenen Gesetze waren, niemals
Kohlen-, Eisen- oder andere Minerallager einschließen
sollten. Aber auf Grund betrügerischer Auslegungen der
Gesetze durch Landkommissare und Gerichtshöfe wurde
bestimmt, daß Kohlen- und Eisengebiete nicht in die Be-
deutung des Wortes Mineral eingeschlossen sein sollten.
& Nach Senator Pettigrews Auffassung erwarb Hill große
Eisenlager in Minnesota durch privaten Kauf. Hierfür
besaß er reichliches Kapital, bis zu Hunderten von Millionen
Dollar. Dieses Geld entstammte den St. Paul und Pacific-