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seiner Klage behauptete Pearson, daß diese Minerallager
von ihm auf einen Kontrakt mit Hill hin, wonach er
— Pearson — einen Anteil an dem Gewinn haben sollte,
festgestellt worden seien. Pearson behauptete weiter, daß
er im Jahre 1896 von Hill angestellt worden sei, um Kohlen-
und Eisenlager in den Staaten Washington und Montana
festzustellen, daß er die Lager gefunden habe, daß unter
seiner Leitung das Hillsche Geschäft Tausende von Morgen
wertvollen Landes erwarb und daß er, als er seinen An-
spruch auf einen Anteil geltend machte, beiseite geschoben
wurde. Von der endgültigen Entscheidung in diesem
Prozeß erscheint kein Protokoll in den zugänglichen ge-
zichtlichen Dokumenten.
Wenn jedoch die von der Great Northern-Eisenbahn
zur Aneignung von Mineralländereien benutzten Methoden
dieselben waren, die die Northern Pacific-Eisenbahn an-
wandte, dann ist ihre Art klar. Die zuletzt genannte Eisen-
bahn gehörte ursprünglich nicht Hill, aber jetzt haben er
und die mit ihm Verbündeten sie in ihrem Besitz. „Das
Reinergebnis,“ sagt Moody, „des Ringes der Northern
Pacific-Bahn und des Northern Securities-Zwischenfalles?)
bestand darin, daß die Hill-Interessenten in unbestrittener
Herrschaft über die drei großen Eisenbahnnetze bleiben,
die jetzt als Hill-Besitz bezeichnet werden, nämlich über
die Northern Pacific, die Great Northern und die Chikago,
Burlington und Quincy, die zusammen über 18 000 Meilen
Eisenbahnlinien darstellen?).“
Die Northern Pacifc-Eisenbahn
Die Northern Pacific-Eisenbahn erhielt ihre Privilegien
im Jahre 1864. Durch ein Kongreßgesetz vom 2. Juli dieses
Jahres erhielt sie das Wegerecht durch öffentliches Gebiet,
das Recht, den Staatsländereien Baumaterial zu entnehmen,
und ein ungeheuer großes Gebiet der öffentlichen Lände-
reien in Montana, Idaho und andern Teilen des N ordwestens.
Diese enormen Privilegien und Bewilligungen wurden ihr
?) In einem der Kapitel über J. Pierpont Morgan beschrieben.
1) „The Romance of the Railways“, „Moody’s Magazine“, Julinummer 1908, 17.