Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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kommissionen und den noch bedeutungsvolleren Umständen
 urteilt, die das Ernennen dieser Kommissionen lerforderlich
 machten, so liegt es auf der Hand, daß der Kongreß
 von Betrug und Bestechung triefte, wovon nur wenig
an die Oberfläche durchsickerte, und weitergehend erhalten
 wir gelegentlich einen klaren Einblick, wie die Bezründer
 großer auf Fabrikindustrie beruhender Vermögen
vorgingen.
Da wir eben bei diesem Gegenstande sind, wollen wir
sine Abschweifung machen, um zwei Skandalaffären, die
sich zu dieser Zeit abspielten, besonders zu behandeln.
Es lohnt sich wohl, auf sie hinzuweisen, erstens, weil auch sie
die außerordentliche, in Washington von jeder Gruppe von
Kapitalisten betriebene Bestechung enthüllen, und zweitens,
 weil sie etwas von der Art und Weise zeigen, wie
siner der am höchsten gepriesenen Multimillionäre und
„Philanthropen‘“ der Vereinigten Staaten sein Vermögen
aufbaute.
Dies war William W. Corcoran, ein Bankier in Washington,
 der nach dem Bürgerkriege den Ruf erwarb, einer der
gediegensten und geachtetsten Finanzleute in den Vereinigten
 Staaten zu sein. Während der Jahrzehnte, in denen
Gould und Sage wegen ihrer Betrügereien heftig angeklagt
wurden, ragte Corcoran als ein ruhiger, vorsichtiger Bankier
 und ein Mann von anerkannter, höchst ehrenvoller
Vergangenheit empor. Er war der Hauptteilhaber der
Bankfirma Corcoran & Riggs, hinterließ der Stadt Washington
 2 Millionen Dollar für eine prächtige Kunstgalerie
and gründete auch ein Heim für altersschwache Frauen.

Fin Seitenblick auf einen berühmten Philanthropen

Corcoran war auch einer der vielen Kapitalisten, die
2s fertig brachten, sich mit dem schützenden Mantel der
Fhrbarkeit zu umkleiden. Seine Handlungsweise war jedoch
von derselben betrügerischen Art wie die aller anderen erfolgreichen
 Geldmacher.
Wie diese Handlungsweise wirklich beschaffen war, darüber
kam im Jahre 1854 Beweismaterial ans Licht; es erregte
            
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