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vania-Bahn, einer Eisenbahnbau- und einer Brückenbau-
Gesellschaft. Ferner die Entenbucht-Ölgesellschaft, die
Birmingham-Pferdebahn, die Pittsburger Entkörnungs-
gesellschaft, die Dritte Nationalbank von Pittsburg, die
Dutton-Ölgesellschaft, die Bürger-Eisenbahn und eine ganze
Liste anderer Unternehmungen.
Um 1863 war Carnegie zu Scotts früherer Stellung als
lokaler Superintendant der Pennsylvania-Bahn zu Pittsburg
befördert worden. Sein um neun Jahre jüngerer Bruder,
Thomas M. Carnegie, war sein Assistent.
Carnegies Kompagnons
Carnegie war achtundzwanzig Jahre alt, als er zuerst mit
der Eisenbahnindustrie in Verbindung kam. Diese Ver-
bindung war eine rein zufällige und schrieb sich lediglich
von einer Geldsumme her, die er in einem kritischen Augen-
blick in das Geschäft zu legen imstande war. Im Jahre 1858
hatten Andrew und Anton Kloman, zwei Brüder, die aus
Treves in Preußen eingewandert waren, zu Girtys Run in
Duquesne, einem Marktflecken Pennsylvaniens, eine kleine
Schmiede errichtet, ein primitives Unternehmen mit einer
kleinen Maschine und einem hölzernen Hammer, das als
Spezialität aus Ramaßeisen Radachsen herstellte und an
Eisenbahnen und Wagenbauer verkaufte. u
Eine der Eisenbahnen, die von den Brüdern Kloman
kaufte, war die Pittsburg-, Fort Wayne- und Chikago-Bahn,
die jetzt einen wesentlichen Teil der Pennsylvania-Bahn
bildet. Der Angestellte, der den Kauf besorgte, war Tho-
mas N. Miller, ein junger Mann von vierundzwanzig Jahren,
der die Bedeutung des Geldverdienens sehr wohl einsah
und gegen die üblichen Methoden keineswegs allzu emp-
findlich war.
Das wachsende Geschäft der Klomans erforderte 1859
eine Kapitalserhöhung, und Andrew Kloman verfiel auf
eine glänzende Idee. An wen konnte man sich besser wenden
als an Miller? Konnte man Miller dazu bewegen, 1600 Dollar
gegen ein Drittel der Anteile in den Eisenwerken anzulegen,
so hieß das, daß Miller als Einkäufer einer großen Eisenbahn