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stimmte Andrew Carnegie in seinem sonderbaren Buche
„Probleme von heutzutage“ eine Rhapsodie auf die Erfinder
an. „Es gibt eine Klasse Millionäre,‘“ schrieb er, „deren
Reichtum in viel größerem Grade als bei anderen ihnen
selber zugeschrieben werden muß . ..‘“, und er nannte Bell,
den Erfinder des Telephons, Edison, und Westinghouse, der
durch die Vakuumbremse berühmt ist. „Ihr Reichtum ent-
springt ihrem eigenen Gehirn. Alle Ehren dem Erfinder!
Er steht auf einer höheren Warte als die anderen Menschen!“
Was für edle Gefühle! Was für heiße Ermahnungen!
Leider sind ihm eine Reihe fataler Versehen passiert. Ab-
gesehen von einer langen Liste anderer amerikanischer Er-
finder, welche, von Kapitalisten ausgeplündert, arm zu
Grabe gegangen sind, gibt es eine besondere Klasse von Er-
findern, die Carnegie persönlich kannte und die er mit Fleiß
anerwähnt gelassen hat.
Es waren die Erfinder in seinen eigenen Werken; Er-
finder wie Holley und Jones und andere, weniger bekannte,
wie James H. Simpson, Henry Aiken, Henry W. Borntraeger
und sonstige. Innerhalb dreier Jahre (1887 bis 1889) kam
Carnegie in den Besitz von zwölf Erfindungen Simpsons in
der Herstellung von Ziehstangen, Kopplern, Drehschnallen
usw., und in einem einzigen Jahre übernahm Carnegie vier
dem Aiken patentierte Erfindungen. Das sind nur einige
wenige von den vielen Erfindern, die Carnegie ihre Patente
äberließen und dafür nichts als ihren Lohn bekamen und
selber im allgemeinen in Armut oder Halbarmut starben.
Der Schwerpunkt von Carnegies selbstgefälligem Buche
liegt in der Behauptung, Geschicklichkeit habe die Anhäu-
fung großer Reichtümer vollbracht; Geschicklichkeit habe
den Multimillionär auf seinem goldenen Wege vorwärts ge-
bracht; persönliche Geschicklichkeit sei das A und das O
gewesen; für Carnegie ist das eine genügende Erklärung
dafür, warum und wie er ein Vermögen von einigen Hun-
derten von Millionen Dollar zusammenscharren konnte,
und er möchte gerne, daß diese Erklärung vom Publikum als
richtig hingenommen würde, Während er diese Erklärung
aufstellt, bezieht er sich taktvoll und diskret auf seine eigene
Laufbahn, indem er in der dritten Person schreibt und seinen