Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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in ein kleines Kriegsschiff, mit Drehbrassen bewaffnet,
verwandelt worden. Eine Anzahl anderer Boote war mit
kleinen Haubitzen und Scheinwerfern ausgerüstet.
Mit diesen furchtbaren kriegsmäßigen Vorbereitungen
wurde mindestens sechs Wochen vor dem Streik begonnen.

Pinkertons bewafnete Mietlinge

Woher aber bekam man die bewaffneten Männer, um die
Ausständigen einzuschüchtern und die Festungen zu bemannen?
 Auch dafür war lange vorher gesorgt worden.
Carnegie hatte einen jährlichen Kontrakt mit Pinkertons
Detektivbüro — einem Institut, das als Spezialität die
Lieferung bewaffneter Mietlinge betrieb: Meuchelmörder
und andere wüste, gewissenlose Männer, die erbarmungslos
schossen und töteten. Daß die Pinkertonschen Mietlinge
schon lange vorher in Bereitschaft gehalten wurden, unterliegt
 keinem Zweifel; diese Tatsache wurde später durch das
Zeugnis von Frick und Robert A. Pinkerton ausdrücklich
bestätigt. Sie gaben vor der Untersuchungskommission
des Kongresses zu, es seien sogar schon vor der letzten Konferenz
 zwischen der Carnegie-Gesellschaft und den Delegierten
 der Vereinigten Gewerkschaft der Eisenarbeiter
Verhandlungen über die Zusendung der Pinkertonschen
Mietlinge im Gange gewesen.
Während diese grausigen Vorbereitungen zur offenen und
systematischen Zerschmetterung der Arbeitervereinigung
gemacht wurden, gründeten Carnegie und seine Kompagnons
mit unerhörter Frechheit am ı. Juli 1892 eine neue Gesellschaft
 mit 25 Millionen Dollar Kapital, die Carnegie-Stahlgesellschaft,
 welche sämtliche Walzwerke, Hochöfen,
Brückenbauwerke und Eisenerz- und sonstige Bergwerke
Carnegies übernehmen und konsolidieren sollte. Frick wurde
zum Präsidenten dieser Gesellschaft gemacht. = 4

Das Gemetzel bei Homestead

Fünf Tage später, am 6. Juli 1897, kamen. 300 Pinkerton-Leute
 in Homestead an. Sie waren auf einer Station am Ohio
            
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