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der Präsidentschaften von McKinley, Roosevelt und Taft
in diesem oder jenem hohen Amte als eine Art Premierminister
verblieb. Seine Anstellung bedeutete für Carnegie
und seine Verbündeten eine Art garantierter Immunität.
Ein drobender Konkurrenzkrieg
Obgleich die drei großen Stahlgesellschaften Konsolidierungen
von kleineren Konzernen darstellten und untereinander
Handels-,, Verständigungen‘“ getroffen hatten, war die
Konkurrenz unter ihnen doch keineswegs aufgehoben. Die
Kapitalistengruppe, die unter Führung von J. Pierpont
Morgan die Bundes-Stahlgesellschaft, die National-Röhrengesellschaft
und die Amerikanische Brückengesellschaft beherrschte,
wurde 1901 von einem heftigen Preiskrieg von
zeiten der anderen Kartelle bedroht, die sich ihrerseits von
derselben Gefahr bedroht fühlten. Die eine Gesellschaft
beschloß, ihr eigenes Roheisen und Stahl herzustellen; eine
andere plante den Bau weiterer Hochöfen und Stahlwerke.
Was Carnegie betrifft, so revanchierte er sich mit der Ankündigung
des Projektes, eine Konkurrenzlinie zur Pennsylvania-Bahn
(die Morgan unter sich hatte) zu bauen und an der
Küste des Eriesees eine ungeheure Röhrenfabrik zu errichten.
Hätte dieser angedrohte Handelskrieg sich entwickeln
dürfen, so hätte er die ökonomische Auflösung bedeutet.
Was das Gesetz auch zur Verhinderung solcher Zusammenschlüsse
bestimmte — gegen die Macht der ökonomischen
Kräfte konnte es nicht ankommen.
Die Antitrust-Gesetze waren auf Anregung der Mittelklasse
beschlossen worden zu einer Zeit, als diese Klasse
noch mächtig war; ihr Zweck war gewesen, die Periode unumschränkter
Konkurrenz fortdauern zu lassen, aber diese
Periode war vorbei, und die Gesetzesparagraphen waren unfähig,
sie wieder zu beleben oder die Herrschaft der Truste
zu verhindern. Die vier großen Stahlfabrikations-Organisationen
bedeuteten einen Schritt vorwärts in der Organisation
der Industrie. Sollten sie nun die Taktik einer früheren,
vergangenen Periode wieder aufnehmen ?
Frick hatte das schon 1899 gesehen. Morgan sah es jetzt