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höher, wie die für leidlich gute Häuser in kleineren Städten,
wo der Grundbesitz hohen Wert hat. Ein weiterer großer
Teil der bezahlten Löhne wird den Arbeitern dadurch
wieder abgezwungen, daß sie in der Zeit zwischen den
Zahltagen nichts anderes erhalten als Anweisungen der
Gesellschaft, die nur gegen Waren eingetauscht werden
können. Da die Gesellschaft ihre eignen Lebensmittel- und
Kramläden besitzt, erpreßt sie von ihren Arbeitern einen
übermäßig hohen Preis für Lebensbedürfnisse — 20 bis 50
Prozent mehr, als in andern Detailgeschäften verlangt wird.
Ein solches Ausbeutungssystem bedeutet unvermeidlich
Sklaverei; kaum kommt der Zahltag heran, so wird der
ganze oder beinahe der ganze Lohn für Schulden und Miete
in Abzug gebracht. Als kürzlich A. L. Emerson, der Prä-
sident der neuorganisierten Holzarbeiter Amerikas, zu
diesen Holzsklaven in Grabow sprach und in sie drang, sich
zu organisieren, feuerte eine Schar bewaffneter Mordbuben
unter die Menge und tötete drei der Arbeiter. Dann wurde
Emerson mit vielen andern Arbeitern unter dem dreisten
Vorwand, daß er und seine Verbündeten den Mord ver-
anlaßt hätten, ohne Annahme einer Bürgschaft ins Gefäng-
nis gebracht. Nach dem Verhör wurden sie später frei-
gesprochen. Das Wagnis, für eine bessere Lage der Arbeiter
zu agitieren, wird als schweres Verbrechen angesehen; selbst
wenn später Freisprechung erfolgt, ist der Hauptzweck, die
Angeklagten solange wie möglich im Gefängnis zu halten,
um ihre Agitation zu verhindern.
In den übrigen Lagern der Holzindustrie herrschen die-
selben Zustände — dieselben Hungerlöhne, dieselben Erpres-
sungen, dieselben vernichtenden Ausbeutungen. In diesen
Holzlagern haben die Kapitalisten vor langer Zeit ange-
fangen, das Hilfsmittel anzuwenden, mit dem man in den
Lagern der Eisenbahnbauarbeiter und in Bergwerken und
Fabriken den Anfang gemacht hat, das Hilfsmittel nämlich,
Männer und Frauen der verschiedensten Rassen und Natio-
nalitäten miteinander zu mischen, indem man damit rech-
nete, daß ihre künstlich genährten Vorurteile und Feind-
schaften und die Sprachenverwirrung sie verhindern wür-
den, sich zu gemeinschaftlichem Handeln zusammenzu-