verliehen und die Verfallserklärung des Eigentums bean-
tragt. Die Berichte des obersten Gerichtshofes zeigen
nicht, wie Sage in den Besitz seiner Obligationen gekommen
war, aber sie machen bekannt, daß auf die betrügerische
Obligationsausgabe ein betrügerischer Zwangsverkauf folgte.
„Von den 2 Millionen Dollar in Obligationen,“ sagte der
Gerichtshof, „wurden nur 200 000 Dollar bar bezahlt. Der
Rest der zwei Millionen war entweder in den Händen einer
der beiden Direktoren oder stand ihnen durch eine betrüge-
rische Vereinbarung zur Verfügung“. Der Gerichtshof rügte
die Verfallserklärung als einen durch betrügerische An-
kündigung zustande gekommenen Verkauf, bei dem nur die
interessierten Parteien gewußt hätten, was vorgehen solle*).
Dieser zwangsweise verkaufte östliche Zweig der La
Crosse- und Milwaukee-Eisenbahn wurde als Milwaukee-
und Minnesota-Eisenbahn mit Russel Sage als Präsidenten
neu organisiert. Die Verfallserklärung war am 17. August
1857 beantragt worden. Es könnte daher scheinen, als ob
Sage gerade während oder unmittelbar nach der Zeit, als
im Kongreß die Gesetze durch Bestechung durchgebracht
wurden, ein gewichtiger Aktionär geworden war, und daß
er zur selben Zeit oder bald danach, nachdem die La Crosse-
und Milwaukee-Eisenbahngesellschaft den ganzen Staat
Wisconsin mit 800 000 Dollar in Obligationen bestochen
hatte, einer der bedeutendsten Obligationen-Gläubiger
war. Aber wann er mit der Bahn wirklich in Verbindung
trat, wird aus den Berichten nicht vollständig klar. Nach
dem Zwangsverkauf erhoben einige Aktionäre und viele
Gläubiger, zu denen auch Firmen gehörten, die für den Bau
der Eisenbahn Material geliefert hatten, Einspruch gegen den
Betrug. Mehrere Prozesse folgten; diese wurden auch vor
den obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gebracht,
und ihnen können weitere Tatsachen entnommen werden.
Ein allgemeiner und nach allen Seiten ausgedehnter Betrug
Einer dieser von dem genannten Gerichtshof im Jahre
1863 behandelten Fälle war der Prozeß verschiedener, Sage
1) Ebenda S. 755.