Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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an die Eisenbahngesellschaften geschenkt. Der Kongreß
hatte seine Lehre weg, daß die Beobachtung äußerer Formen
 notwendig ist; von jetzt ab mußte bei Staatsbewilligungen
 die Bestechung doppelt ausgeübt werden, zum
Teil in Washington und zum Teil in den Hauptstädten der
verschiedenen Staaten.
Während der Tagung von 1857 ging eine kleine bescheidene
 Vorlage tänzelnd durch, machte ungestört ihre
Runde durch die Kommissionen und wurde zum Gesetz.
Gerade zu jener Zeit wurde manches andere Gesetz, als
durch Bestechung durchgebracht, an das Tageslicht gezerrt,
 aber diese besondere kleine Vorlage wanderte an-‚prnchos
 ihren Weg, vor dem forschenden Lichte der
ffentlichkeit durchaus behütet. Es war eine Vorlage, die
der Minnesota- und Pacific-Eisenbahngesellschaft zum Bau
einer Linie von St. Paul nach St. Anthony’s Falls (jetzt
die Stadt Minneapolis) Korporationsrechte verlieh und
mancherlei Ausdehnungen nach verschiedenen Richtungen
genehmigte.
Der zweite Teil des Programms wurde ebenso erfolgreich
durchgeführt wie der erste. Man wandte sich, um die
Mittel zur Ausführung dieses kühnen Planes zu erhalten, an
die regierenden Körperschaften von Minnesota, und diese
gingen sehr großmütig darauf ein. Verschiedene Gesetzgebungsakte
 sprachen der Eisenbahngesellschaft eine Bewillizung
 von 10 Sektionen Staatsland auf die Meile zu, die Sektion
zu 640 Morgen gerechnet, und den Rechtsanspruch auf weitere
 der Gesellschaft zu verleihende Landbewilligungen nach
Fertigstellung von je 20 Meilen. Aber dies waren nicht
die einzigen Wohltaten. Mit lieblichen Worten teilte die
Bahn den Bürgern des Staates mit, daß sie auch Geld
brauche, Viele der vorher erwähnten Bürger, kühne Pioniere,
 mit einer rauhen Art die Dinge anzusehen, wurden
beim Lesen dieser zarten Bitten nicht von Rührung überwältigt.
 Sie meinten, daß die Landbewilligung eine genügende
 Unterstützung sei. Aber die gesetzgebenden
Körperschaften von Minnesota waren „während der verderbten
 Verwaltung durch Gouverneur Sibley“ — wie sich
zeitgenössische Schriftsteller in Minnesota ausdrückten —
            
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