Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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Anrufung der Gerichte 
Betrogen und beraubt, wie sie waren, erkannten die 
holländischen Kapitalisten jetzt vollständig ihre schlimme 
Lage; das Geld, das sie ihren Landsleuten zu Hause ab- 
geschunden hatten, war ihnen geraubt worden. Wie konn- 
ten sie es wiedererlangen ? Sie taten den einzigen Schritt, 
den sie überhaupt tun konnten, d. h., sie bewarben sich um 
zinen behördlich bestellten Verwalter, Daher die Klage, 
die John S. Kennedy & Co. einbrachte, indem er für sie 
and andere Aktionäre handelte. In kühler, juristischer 
Ausdrucksweise brachten sie ihre Beschwerde vor; sie waren 
belogen und betrogen worden. „Sie (die Aktionäre) be- 
anspruchen auch,“ so heißt es in der förmlichen gerichtlichen 
Darstellung, „daß auf Grund der Zahlungsunfähigkeit der 
besagten Gesellschaft der Ersten Abteilung und verschie- 
dener betrügerischer und ungehöriger Handlungen ihrer 
leitenden Beamten — die hier nicht angeführt werden, weil 
der Gerichtshof es in bezug auf die tatsächlichen Haupt- 
punkte des Gesuches nicht für wesentlich hält — ein be- 
hördlich bestellter Verwalter eingesetzt werden solle“ usw?). 
Richter Dillon war damit einverstanden, daß ein Ver- 
walter eingesetzt würde. Dringende Gründe, sagte er, 
machten es notwendig. Die Gesellschaft besaß eine aus- 
gedehnte Bewilligung von Land, von dem der Morgen auf 
6 Dollar geschätzt wurde, Und dies war die einzige an- 
gemessene Sicherheit für die 15 Millionen Dollar Pfand- 
verschreibung. Aber es traf sich, daß dieses Landgebiet 
der. ein großer Teil desselben, wenn gewisse Erweiterungs- 
strecken nicht zu einer gewissen Zeit vollendet waren, 
verfiel. Es war dringend notwendig, sagte Dillon, jenes 
staatlich bewilligte Land zu retten, und da die Direktoren 
der Bahn zugaben, daß kein Geld in ihrer Kasse sei, so sei 
es im Interesse der Aktionäre das Beste, daß ein Verwalter 
eingesetzt werde. Der Verwalter sollte die Berechtigung 
haben, die Erweiterungsstrecken fertigzustellen. Dillon 
setzte darauf am I. September 1875 einen gewissen Jesse 
P. Farley als behördlich bestellten Verwalter ein. 
— 1) Ebenda.
	        
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