beträchtliche Summe von 50000 Dollar als Bestechungsfonds
beiseite. Kaum hatte die Bank ihr Privileg bekommen,
als sie auch schon anfing, Berge von Papiergeld auszuspeien,
denen keinerlei Werte zugrunde lagen; damit bezahlte
sie ihre Angestellten und ließ es allgemein zirkulieren.
Bestechung nur dem Namen nach ein Verbrechen
Wurden diejenigen, welche die Bestechung verübten, jemals
bestraft, wurden ihre unrechtmäßig erworbenen Konzessionen.
für nichtig erklärt, wurden sie selber von der
tugendhaften Gesellschaft in Acht und Bann getan? Keine
Spur. Sie standen auf der Zinne des sozialen Ansehens und
Einflusses oder erklommen sie bald, eben durch ihren Reichtum.
Sie gehörten zu den bedeutendsten Grundbesitzern
and Unternehmern des Tages. Durch diese und viele, viele
andere Mittel häuften sie Schätze an oder vermehrten die
schon angehäuften Schätze. Die Ahnen von einigen der
hervorragendsten Multimillionär-Familien von heute waren
in großem Maßstabe an diesen ständigen Betrügereien beteiligt.
Astors Bankunternehmungen
Astor war Aktionär von mindestens vier Banken, deren
Konzessionen durch Betrug und Schwindel erlangt und
verlängert worden waren. Ihm gehörten 1000 Aktien
vom Grundkapital der Manhattan-Bank, 1000 von der
„Kaufmanns-Bank‘“, 500 von der „Bank von Amerika“
and 1604 von der „Gewerbe-Bank‘“. Eine Zeitlang war er
auch an der „National-Bank“ hervorragend beteiligt, die
zleichfalls dringend verdächtig war, der Bestechung ihre
Existenz zu verdanken.
Es macht beileibe nicht den Eindruck, als hätte er persönlich
die Bestechungen begangen oder wäre irgendwie
daran beteiligt gewesen. Bei allen parlamentarischen Untersuchungen
infolge derartiger Beschuldigungen befolgte man
anwandelbar die Praxis, die Schuld auf die elenden Stroh-Männer
zu werfen und das naivste Erstaunen darüber zu