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„Das stärkste Argument gegen diese Maßnahmen ist, daß
dadurch, daß ein Mann oder eine Gruppe von Männern
privilegiert ist, Geld zu fabrizieren, statt es zu verdienen,
er gleichzeitig ermächtigt wird, so viel vom Volksvermögen
an sich zu reißen, wie er nur Lust hat, ohne im geringsten
etwas dafür zu leisten — eine so ungeheure Ungerechtigkeit,
daß eine Verteidigung unmöglich und ein Kommentar
nicht nötig ist.
„Daß die Gewinne des Kapitals von den Verdiensten des
Arbeiters abgezogen werden, und daß diese Abzüge, wie
alle anderen Besteuerungen des Fleißes, dazu beitragen,
den Wert des Geldes zu vermindern, indem sie die Preise
für alle Früchte der Arbeit erhöhen, ist über jede Diskussion
erhaben; ebenso unbestreitbar ist, daß es einen Punkt gibt,
über den die Kapitalisten nicht hinausgehen können, ohne
sich selbst zu schädigen, denn wenn durch ihre "Taktik der
Wert des Geldes im Inlande so weit herabgemindert wird,
daß es im Auslande angelegt wird, so werden sehr viele ihre
Beschäftigung verlieren und sind damit nicht nur außer
stande, ihre Steuern zu bezahlen, sondern gezwungen, un-
redliche Wege einzuschlagen, wenn sie nicht verhungern
wollen.“
Diese Denkschrift enthielt viele eherne und düstere
Wahrheiten, wenn auch ihre Wirtschaftsanschauungen
deutlich die Spuren ihrer Zeit tragen; es ist eine Peti-
tion, die sehr wesentlich von den flehenden, kriecherischen
Petitionen abwich, die von den konservativen, unterwür-
figen Arbeiterführern späterer Zeiten dem Kongreß zag-
haft unterbreitet wurden. Die Denkschrift fährt folgender-
maßen fort:
„Dem verbleibenden Arbeiter werden dann weitere
Lasten auferlegt, um Gesetze und Gefängnisse und ste-
hende Heere zur Aufrechterhaltung der Ordnung zu unter-
halten; es werden große: Kriege ins Werk gesetzt, nur um
für einige Zeit den Schrei nach Beschäftigung zu über-
täuben; jede neue Last vergrößert das Elend, und es wird
aur beendet durch den Tod der Nation.“
Die Macht des Kapitals lag, wie es in der Denkschrift
weiter heißt, „in der Natur der Dinge, bestimmt durch