das Verhältnis der Zahl der Kapitalisten und der Heftig-
keit ihrer Konkurrenz zu der Zahl der Arbeiter und ihrer
Not“. Der einzig sichere Weg zu gedeihlicher Arbeit,
„und der Weg, der für alle Klassen der heilsamste sein
dürfte“, wäre, die Not der arbeitenden Klassen zu ver-
mindern. Und die Abhilfe, welche die Denkschrift vor-
schlägt? Es sollte von Staats wegen durch den Kongreß
das Prinzip aufgestellt werden, daß aller noch vorhandene
staatliche Grundbesitz auf immer Eigentum der Nation
bleiben sollte, „von Zeit zu Zeit je nach Bedarf der Be-
völkerung in kleine Farmen mit einer geeigneten Menge
von Baulichkeiten für die Arbeiter parzelliert werden, zum
freien Gebrauch jedes eingeborenen Bürgers und seiner
Nachkommen, die imstande wären, sie urbar zu machen.
Diese Politik würde ein dauerndes Gegengewicht gegen
die alleinige Macht des Kapitals darstellen.‘ Die Denk-
schrift schloß folgendermaßen: „Diese Ländereien sind mit
öffentlichem Geld erworben worden, von dem jeder Pfennig
schließlich vom Verdienst der arbeitenden Klasse herstammt.
Und während das Volksvermögen freigebig dafür ver-
wendet ist, den Handel zu schützen und zu pflegen, hat
die Regierung unseres Wissens niemals auch nur eine
Maßnahme (außer dem Schutzzollsystem) gutgeheißen,
welche direkt die Interessen der Arbeiter im Auge hatte;
und alle Vorteile dieser einen Maßnahme sind durch die
Übermacht des Kapitals wettgemacht worden?!).‘‘
Die Anwendung der Miliz gegen die Arbeiter
Aber nicht nur die Nationalregierung stemmte sich
mit ihrer ganzen Regierungsgewalt gegen die Arbeiter;
Staats- und städtische Behörden taten desgleichen. Im
Jahre 1836 streikten die Hafenarbeiter New Yorks, um
höhere Löhne zu erzielen. Ihre Arbeitgeber stellten un-
verzüglich an ihrer Stelle nichtorganisierte Arbeiter ein.
Als die organisierten von Dock zu Dock gingen, um die
Neulinge zu sich herüberzuziehen, behaupteten die Reeder,
es sei ein Aufruhr im Gange, und verlangten von der Be-
1) Executive Documents, First Session, 23. Congreß, 1834, No. 104.