Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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irgendein Versuch zur Verbesserung ihrer Lage nicht in den 
Bereich der Regierung gehört, die mit jedem einzigen 
Schritt eine erbitterte, bald offenkundige, bald versteckte 
Feindseligkeit gegen die arbeitenden Klassen bewies. 
Diese schnelle Skizze, die durch die genauesten Details zu 
ergänzen ist, gibt einen genügenden Einblick in die Er- 
niedrigung und Beraubung der arbeitenden Klassen, wäh- 
rend die Kapitalisten die Regierung als ein Plünderungs- 
werkzeug benutzten. Wie erging es aber in dieser Zeit der 
ackerbautreibenden Klasse? Welches waren die Folgen der 
Besitzergreifung des größten Teils des Staatslandes seitens 
einzelner Männer für diese große Klasse? 
Die Lage der ackerbautreibenden Bevölkerung 
Die Verhältnisse wurden für die ackerbautreibende Be- 
völkerung, gerade wie für die Arbeiterklasse, beständig 
schlechter. In der Hoffnung, ihre Lage zu verbessern, 
wanderte eine große Anzahl von den östlichen Staaten 
westwärts; auch Europa schickte eine ständige Zufuhr von 
Landwirten. 
Nur verhältnismäßig wenigen gelang es, direkt von der 
Regierung Land zu bekommen. Natürlich folgte diese aus- 
gedehnte Westwanderung den Verkehrswegen, d.h. den 
Eisenbahnen. Genau das hatten die Eisenbahngesellschaften 
vorausgesehen. In der Regel fanden die einwandernden 
Farmer die besten Ländereien bereits im Besitz der 
Eisenbahnen oder der Viehkönige. Um einen genauen Begriff 
von der Ausdehnung dieser Eisenbahnbesitzungen in den 
verschiedenen Staaten zu geben, genügt folgende Tabelle, 
die bis 1883 reicht: In den Staaten Florida, Louisiana, 
Alabama und Mississippi zusammen etwa 9 Millionen Mor- 
gen; in Wisconsin 3 553 865 Morgen; Missouri 2 605 251 
Morgen; Arkansas 2613631 Morgen; Illinois 2 595053 Mor- 
gen; Iowa 41810929 Morgen; Michigan 3355943 Morgen; 
Minnesota 9 830450 Morgen; Nebraska 6 409 376 Morgen; 
Kolorado 3 Millionen Morgen; im Staate Washington 
11700000 Morgen; New Mexiko ır 500000 Morgen; 
in den Dakotas 8 Millionen Morgen; Oregon 5 800 000
	        
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