Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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die Einwanderung in Kalifornien gehemmt, Eine Familie,
die auf einer kleinen Farm in einer weiten Ebene wohnt,
kaum ein Haus in Sehweite, wird sehr bald ganz einsam
und in wenigen Jahren froh sein, wenn der Bodenkönig,
dessen Besitzung benachbart ist, ihre Farm ankauft. Tausende
 von kleinen Farmen sind auf diese Weise von den
großen Besitzern zu den üblichen Preisen erworben worden1!).“


Okkupierung riesiger Areale durch betrügerische Manipulationen

Amtliche Berichte aus der Zeit, in der die ersten Bodenschwindeleien
 durchgeführt wurden, geben weit genauere
Einzelheiten über die Methoden, mittels derer das Land in
Besitz genommen wurde. Von den zahlreichen Berichten
der Parlamentskommissionen von California soll hier nur
einer erwähnt werden, und zwar der Bericht der Sumpfland-Untersuchungskommission
 von 1873. In Zusammenhang
mit den Betrugsmanövern, durch die riesige Gebiete des
besten Landes in California als „Sumpfland“ nahezu umsonst
 erworben wurden, berichtet die Kommission, indem
sie sich auf die Wucht der Beweise stützt, daß „in geheimem
Einverständnis Experten ernannt seien, die als ‚Sumpfland‘
Terrains begutachteten, die keineswegs Sumpfland waren.
Die im Bodendepartement der Bundesregierung bestehende
Korruption unterstützte diese Betrugsmanöver“‘.
„Daher,“ bemerkt die Kommission mit bitterer Ironie,
„haben die elastischen Gesetze des Staates, die über alle
Arten des Staatslandes verfügen können, wohlhabende
Interessenten in den Stand gesetzt, große Gebiete davon zu
erlangen unter Verhältnissen, die in Ländern, wo die Gesetze
 weniger nachgiebig und die Ausdrucksweise weniger
kultiviert ist, als betrügerisch bezeichnet würden; wir aber
können es nur als kühne Voraussicht und (für die Bodenspekulanten)
 weise Auslegung elastischer, unzweckmäßiger
Gesetze bezeichnen).

1) „The West Coast Land Grabbers‘“. Everybody’s Magazine, Mai 1905.
2) Report of the Swamp Land Investigating Committee, Appendix to California
Journals of Senate and Assembly, Twentieth Session, 1874, Bd. 4, No. 5, 5. 3.
            
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