40
Zum voraus bemerken wir, dass die Zahlen, die sich auf
Löhne der Bureauangestellten und Modistinnen des Landes be
ziehen, zu klein sind und als zufällige bezeichnet werden müssen.
Im übrigen konstatieren wir folgende Tatsachen: Die Laden
töchter erhalten auf dem Lande gleichviel Lohn wie in der
Stadt, die Näherinnen sogar mehr. In der Schneiderei und Glätterei
hingegen ist die Bezahlung in der Stadt günstiger als auf dem
Lande. Ueber die Reihenfolge der Berufe insgesamt brauchen
wir keine langen Kommentare. Interessant ist aber, dass mit Aus
nahme der schlechtbezahlten Glätterei, die durchschnittlichen Mo
natslöhne zwischen Bureau und Handel nur 7 Franken, zwischen
den gewerblichen Betrieben nur 6 Franken pro Monat differieren.
Freilich werden die Unterschiede teilweise sehr grosse,
wenn wir die effektive Arbeitsleistung in Stundenzahl mit dem
Lohn in Beziehung setzen, d. h. für die einzelnen Berufszweige
den Stundenlohn berechnen. Vorerst aber bringen wir noch die
Rangordnung in bezug auf Lohn und Arbeitszeit.
B erufs zweig
Arbeitsstunden
pro Tag
Lohn
pro Monat
Handel
11,32
99
Glätterei .
10,72
79
Durchschnitt
10,50
94
Modes
10,19
93
Schneiderei
9,95
89
Näherei
9,71
87
Diverse
9,45
90
Bureau
8,75
106
Die Ziffern des Arbeitstages differieren mit den im früheren
Kapitel angegebenen Durchschnittszahlen, weil hier nur jene Bogen
zur Verwertung kamen, die auch Lohnangaben enthielten. Weil
wir nur die voll ausgefüllten Fragebogen berücksichtigten, konnten
wir den Stundenlohn genau berechnen, welcher hiernach folgt:
Berufszweig
Lohn in Ra
Stadt
ppen pro
Land
Stunde
Total
Bureau
48
30
47
Diverse
37
33
36
Modes
39
25
35
Durchschnitt
35
32
34