Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Resolution zur Abstimmung kam, sprangen zahlreiche Sena- 
toren unter Führung von Senator Hale auf, um Vander- 
bilts Namen zurückzuziehen. Daraufhin erhob Senator 
Grimes die schwerwiegendsten Beschuldigungen gegen 
Vanderbilt. „Die ganze Transaktion,“ sagte er, „ist von 
Anfang bis zu Ende Schwindel.“ 
Sein Plädoyer war indessen vergeblich. Vanderbilts 
Name wurde gestrichen und Southard zum Sündenbock ge- 
macht. Diese Affäre erregte das Volk aufs höchste, war aber 
doch nur ein Glied in der Kette der tragischen Ereignisse, 
welche die Unzulänglichkeit der kapitalistischen Wirt- 
schaftsführung und das kapitalistische Grundübel, jede 
menschliche Rücksichtnahme der Gewinnsucht unterzu- 
ordnen, dokumentierten. Vanderbilt war nur ein Typ 
seiner Klasse; obwohl er entlarvt wurde, war er nicht härter 
zu verurteilen als Tausende von den anderen — großen 
und kleinen — Kapitalisten, deren Methoden sich im 
Grunde von den seinen nicht unterschieden!). 
Wenn Vanderbilts Dampfschiffstransaktionen auch zum 
Teil in Dunkel gehüllt sind, so sind dagegen seine Methoden 
bei der Okkupierung von Eisenbahnen aus den amtlichen 
Archiven mit Leichtigkeit festzustellen. 
“. Ende des Jahres 1862, ungefähr um die Zeit, als er den 
Millionen, die er mit Hilfe der Postsubventionen erbeutet 
hatte, die ungeheuren Gewinne hinzufügte, die ihm durch 
seine Manöver im Zusammenhang mit der Bankschen Ex- 
pedition zugeflossen waren, beschloß er, die Aktien der 
New York- und Harlem-Eisenbahn anzukaufen. 
“ 1) Eine der gröbsten und verbreitetsten Betrugsarten bestand darin, dem 
Bundesheer kranke Pferde zu verkaufen. Bedeutsame Manöver der Kavallerie wurden 
hierdurch oft verzögert und gefährdet. In dem Prozeß einer dieser Pferdelieferanten 
zegen die Regierung (Daniel Wormser contra Vereinigte Staaten) wegen Zahlung für 
lie 1864 für die Kavallerie gelieferten Pferde wies der höchste Gerichtshof die Rich- 
ügkeit der von den staatlichen Pferdeinspektoren erhobenen Behauptungen nach, 
laß die Kläger sich des Betrugs schuldig gemacht hätten, und wiesen die Klage ab. 
Bradley sagte in seinem Urteil: Die Regierung hat zweifellos das Recht, Vorschriften 
für die Untersuchung der Pferde zu machen. Genauigkeit ist dringend geboten, 
da Betrügereien an der Tagesordnung sind... Bekanntlich können Pferde so 
zurechtgemacht werden, daß sie für ein paar Stunden schön und gesund aussehen. 
Court of Claims Report, Bd, 7, S. 267-—262,
	        
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