Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Er wurde jetzt von anderer Seite angegriffen. Der
lange angesammelte Groll und Ärger der verschiedenen
Zweige der Mittelklasse gegen den Reichtum, der sich
eine so diktatorische Macht angemaßt hatte, kam in
ebenso lehrreicher wie unwirksamer Weise zum Ausbruch.

In New York wurde 1879 die Legislatur gezwungen, eine
Untersuchungskommission zu ernennen. Vanderbilt und
andere Eisenbahnbesitzer sowie zahlreiche Industrielle wurden
 zur Zeugnisablegung herangezogen — Aktientransaktionen
 Vanderbilts und Goulds wurden eingehend und
in ‚allen Einzelheiten erörtert, ebenso die Methoden der
Eisenbahnen, gewisse Gesellschaften und kaufmännische
Unternehmungen durch Gewährung von Vorzugspreisen bei
der Frachtbeförderung zu begünstigen.
Diese lang andauernde Untersuchung vermochte nicht im
zeringsten die Macht der Eisenbahnbesitzer oder ihren Ein-Auß
 auf die Regierung zu brechen.

Das ergaunerte Geld kommt zu Ansehen

So ging die große Untersuchung von 1879 vorbei, ohne
die ständig wachsende Macht und den Reichtum von Leuten
wie Vanderbilt und Gould zu beeinträchtigen. Jede neue
Entwicklung zeigte, daß die schwer kämpfende Mittelklasse
allmählich aber sicher ausgerottet wurde. Ein unvorhergesehenes,
 bedeutendes Ereignis aber hatte diese Untersuchung
 von 1879.
Was William H. Vanderbilt jetzt tat, verdient Beachtung.
Als Besitzer von 400000 Aktien der New Yorker Zentraleisenbahn
 war er von der Mittelklasse als ein den Interessen
des Volkes gefährlicher Plutokrat bezichtigt worden. Er kam
zu der Überzeugung, daß es klug sei, einen großen Teil dieser
Aktien zu verkaufen; durch diesen Schachzug konnte er
einen Teil seines Vermögens mit Vorteil anderweitig anlegen
 und die plausible Behauptung aufstellen, daß die New
Yorker Zentraleisenbahn keineswegs das Unternehmen eines
Einzelnen sei, sondern sehr vielen Aktionären gehöre. Im
November 1879 verkaufte er durch J]. Pierpont Morgan mehr
            
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