Full text : Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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Klausel hatte folgenden Sinn: daß die Eisenbahngesellschaften
 von ihren Angestellten Überstunden gegen Extravergütung
 verlangen dürften. Diese Klausel machte das
ganze Gesetz illusorisch.
So nahmen die Dinge ihren Lauf ; im August 1892 streikten
 die bei verschiedenen in Buffalo zusammenlaufenden
Eisenbahnen angestellten Arbeiter, um höheren Lohn und
kürzere Arbeitszeit zu erhalten. Der Streik gewann an Ausdehnung
 und wurde mit taktischem Erfolge geführt; die
Streikenden zogen die Männer, welche eingestellt waren,
um ihre Stellen auszufüllen, ohne Schwierigkeiten auf ihre
Seite. Was taten nun die Vanderbilts und ihre Verbündeten?
Sie griffen zu dem alten Hilfsmittel, bewaffnete Macht
herbeizurufen, um das zu unterdrücken, was sie als
Gewalt bezeichneten. Diese Leute, welche die Gesetze gekauft
 und beständig übertreten hatten, behaupteten jetzt,
ihre Besitzinteressen seien durch die „Gewalttätigkeit des
Mobs““ gefährdet, -und verlangten Soldaten, um „Gesetz
und Ordnung wiederherzustellen“. Das war ein Vorwand,
der sofort wirkte.
Der Gouverneur des Staates New York alarmierte sofort
die ganze Staatsmiliz, 8000 Mann stark, und entsandte sie
nach Buffalo. Die Streikenden waren jetzt von Bajonetten
und Kanonen bedroht. Das Militär verhinderte die Streikenden,
 die Streikbrecher zu überreden, ihre Stellen nicht
anzutreten. Gegen dieses Übergewicht war der Streik verloren.

Wenn. die Vanderbilts auch ihren Arbeitern nicht täglich
sin paar Cent Tagelohn mehr bewilligen konnten, so konnten
 sie doch Millionen für Heiraten mit ausländischen Aristokraten
 hingeben. Diese Exkursionen in das Gebiet des
europäischen Hochadels haben die Familie Vanderbilt etwa
15 bis 20 Millionen Dollar gekostet. Wenn verarmte Grafen,
 Lords, Herzöge und F ürsten, die ihr ursprünglich
durch Raub erworbenes und durch Raub vergrößertes Erbe
verschwendet haben, ängstlich nach einer reichen Heirat
Ausschau halten und die amerikanischen Geldmagnaten,
die mit Reichtum gesättigt sind, sich nach aristokratischen
Konnexionen sehnen, kommt das Arrangement leicht zu-
            
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