Full text: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 1)

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und Walzeisen, erlaubte aber gütigerweise, daß Roh- und 
Stabeisen aus England eingeführt würde. Brennereien waren 
weitverbreitet; Melasse wurde hierzu in weitem Umfange 
bei der Rumgewinnung und auch von den Fischern ge- 
braucht; — eine schwere Steuer wurde auf Melasse und 
Zucker wie auch auf Tee, Nägel, Gläser und Farben ge- 
legt. Nun begann ein allgemeines Schmuggeln; eine Er- 
zählung von den Schlichen, zu denen man griff, würde 
einen interessanten Bericht abgeben. . . . 
Diese gesetzlichen Beschränkungen riefen sogleich die 
verschiedensten Resultate hervor. Sie wiegelten nicht bloß 
die ganze Handelsklasse und damit die große Masse der 
Kolonisten gegen Großbritannien auf, sondern sie wirkten 
auch dahin, daß sie die Privatvermögen ‚niederhielten, 
indem sie die Möglichkeiten, in denen das Geld der Einzelnen 
verwendet werden konnte, beschränkten. So wurde viel 
Geld der schöpferischen Verwendung entzogen und in 
Bodenbesitz und Hypotheken angelegt. Doch blieben trotz 
der drückenden Gesetze, mit denen die Kapitalisten der 
Kolonien zu kämpfen hatten, die Fischereien eine ständige 
Verdienstquelle. Um 1765 beschäftigten sie 4000 Matrosen 
and besaßen 28000 Tonnen an F ahrzeugen und machten 
ein Geschäft, das auf etwas mehr als eine Million Dollar 
geschätzt wurde. 
Viertes Kapitel 
DIE REEDERVERMÖGEN 
S° gehörten zur Zeit der Revolution die wichtigsten 
Vermögen den Schiffsbesitzern und waren hauptsäch- 
lich in Neu-England konzentriert. Einige handelten nur 
mit Waren, während andere große Summen dadurch ver- 
dienten, daß sie Fische, Tabak, Getreide und Nutzholz 
ausführten und ihre Schiffe bei der Rückfahrt mit Neger- 
sklaven beluden, für die sie im Süden entsprechenden 
Absatz fanden. Viele Mitglieder des. Nordamerikanischen
	        
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