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GRIECHENLAND
Sociales
von TrÖzene (1827) die Ertheilnng von Adelstiteln. — Unter den
Einwohnern sind nur 25,542 Gewerbtreibende. Die Zahl der Seeleute
wird zu 26,312, jene der Ackerbauern zu 229,259 angegeben. Die
Masse der Volkes lebt höchst ärmlich ; Vto gemessen nur zu Ostern
Fleisch; Vio -können sich nur Maiskneben statt Brodes verschaffen;
in vielen Gegenden bilden Milch und Kräuter die ausschliessliche
Nahrung (siehe: la Grèce contemporaine, par Ed, About, Paris, 1854).
Von den 7700,000 liectaren Laudes sind freilich 2^/g Mill, durch
Felsen und Berge, 800,000 durch M^aldungen eingenommen ; allein
auch vom Beste ist kaum Yß wirklich angebaut; und obwohl die Be
völkerung, mit Ausnahme der Inseln, wesentlich eine ackerbauende
ist, muss das Land dennoch Getreide cinführen. Der Grund liegt
wohl hauptsächlich darin, dass es so wenig freies Bodeneigenthum
gibt. Ungeheure Ländereien befinden sich im Besitze der todten
Hand, der Kirchen und Klöster; von anderen muss dem Staate der
Zehnte, ja mitunter ein doppelter und ein dri tth a Ib fach er Zehnt
entrichtet werden, wodurch der Anbau mancher Producto geradezu
unmöglich gemacht ist. Dazu eine enorm hohe Grundsteuer. Die
Regierung hinderte ausserdem die Bodencultur dadurch, dass sie nach
der Revolution von jedem Bebauer einer Länderei den speciellen
Nachweis seines rechtlichen Besitzes forderte (in einem Lande, in
welchem so wenig verbrieft ward, und nach einem solchen Revolu
tionskriege !) und in dessen Ermanglung sie die Immobilien als
Staatseigenthum beanspruchte. — Gewerbsin du strie fehlt bei
nahe gänzlich. Sie und der Handel sind u. a. namentlich dadurch
gehemmt, dass von allen Prodiicten, welche aus einem in den andern
griechischen Hafen eingeschifft werden, immer wieder der Zoll entrichtet
werden muss. — Es mangelt an guten Strassen; höchstens sind
50 Meilen Chausseen hergestellt; eine Berechnung aus dem Jahre
1854 nimmt nur 30 Meilen an. Es fehlt ferner an Capitalien;
trotz der Bank steht der Zinsfuss oft auf 15—20 Proc.
Handel Einfuhr Ausftihr
1851 25’819,702 13’851,202 Dr.
52 24’982,205 10’402,212
53 20709,960 8788,890 I Ohne Korintheriexport, der durch die Trauben-
54 21770,182 6 799,211 Í kraukheit fast gänzlich vernichtet ward.
Der Hauptverkehr war 1854 mit folgenden Ländern:
F rankreich
Deutschland u. Oesterreich
England
Italien
Russland
Türkei
Einfuhr von Ausfuhr nach
9718,654 1752,516
4’448,266 1448,650
4729,641 908,279
1740,567 639,494
34,163 1’443,581
1’146,176
■fltmdelsmarine. Diese hat sich bedeutend emporgeschwungen,
trotzdem es den Rhedern an Geld fehlt, um Dampfschiffe zu bauen,
und obwohl Griechenland erst einen Leuchthurm besitzt (zu Syra).
Der Stand der Marine wird so angegeben: