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IL Wofchnitt: Schuldverhältnife aus Verträgen,
Aufhebung Bretitner im N 1900 S, 319. On bedarf die Auf
Zebung der Form des $ 313, jobald das Orundftük dem Vertrage gemäß
zuufgelaffen und eingetragen if. Men our IL 880, IV, ”
Aleber die Frage, ob bei der Wandlung der Bertrag über die Rückgewiähr
aine8 verkauften Orunditics unter $ 313 fällt, vol. Bem. I, 1, c zu S 465.
die Vereinigung von Bietern in der Aivangsnerfteigerung
zux eines Gemeniaftlichen Gebots fällt nicht unter $ 313, NOS.
in 3B15S. Bo. 7 S. 202. , ee
Endlich Yet die Formborfchrift des S 313 auch Leine Anmendung auf DIE
Nebernahme Der SO PEN ein Grundftück nicht zu verkaufen, NOS
in Sur. Widhr. 1905 Ziff. 7 S. 74 ff.
HI. Die Form: Val. zunächit $ 128 und Art. 141, 142 E®. Der Vertrag na
8 313 fann an jedem Yrte des DeutfidhHen Neidhes errichtet werden. IN Un“
jebung der in dem GÖehiete des Bundesfiaats liegenden Grund ftüce ne
jedoch au andere Behörden und Beamte, als die Gerichte und Notare Fraf
SandeBgeleheß auf @rund des Vorbehalt Art. 142 ES, für die Beurkundung zultändig
jein. Bol. preuß. AG. & BOB. Art. 12 (bei Verträgen mit öffentlichen Behörden de?
Beamte, weldher vom Borftande der Behörde oder vorgejebten Behörde beftimmt if)
Bal. dazu ROSE. Bd. 70 S. 45 ff. (Art. 12 in Verbindung mit dem preuß. Enteignungs9el-
vom 11. Juni 1874; feine rücdwirkende Kraft der Verleihung des Enteianungsrecht2.
Bol. ferner Württemberg, AG. & BOB. Art. 33—38 (Becher XXVI S. 7; Ratsjchreider):
AU AG. 3. BOB. 820, Gef. vom 15. Juni 1900 845; Sachfen-Weimar, AUSG. 3
BOB. 896; Sachfen-Koburg-Ootha, AS. 3. BOB. Art. 10; Sachjen-Meiningen, AUG. +
BGB. Art. 14; ES AG. z. ZOG. Art. 63 ff. mit Not.®. Art. 10; Meclendurg=-Schwerlk
Ausf3O. d. BOB. 58 36, 39; Meclenburg-Strelib, AusfBO. d. BOB, 88 35, 82;
Oldenburg, AG. z. BOB. 82; Walde, AG. z. BGB. Art. 9; Eljaß-Lothringen, AÖ-
» BOB. 8 106.
Sür Bayern gelten folgende Beftimmungen:
a) Art. 1 des bayr. Not.®. vom 9. Juni 1899 und Art. 167 Nr. 1 des bayr. AS:
3. BOB, wonad zur Beurkundung des Vertrags nad 8 313 ausfhließ Lid
die Notare A nd.
Art. 12 des bayr. AGOD.: „Das Orundbuchamt fol die Erklärung der
Muflaffung nur entgegennehmen, wenn die nach 8313 BGB. erforderliche
Urkunde vorgelegt wird. Dasfjelbe gilt für die Notare. Der BMorlegung
der Urkunde ftebt die Aufnahme durch den Notar gleich.“ ,
Diefe Beltimmung i{t eine Sollvorfchrift, deren Verlegung keine
Nichtigkeit der Nuflaffung nach fich zieht.
DaS Grundbuchamt kann die Nuflaffung au nicht ablehnen, wel
ein obligatorifjdher Vertrag in der durch S 313 vorgefchriebenen Form nicht
aufgenommen ijt; feine BefugniZ befhränkt fich darauf, die Vorlegung
a verlangen, wenn ein fjolcher Vertrag aufgenommen worden ift. Bgl.
Blanc Bem. 5 zu $ 313.
ee Morfchrift haben aufgenommen Württemberg, AG. Urt. 122,
SO + SE 823, Cljaß-Cothringen, AUSG, 3. BOS. 8 14, Bremel
AUG. 3. ‚89
Während der MNMebergangszeit bis zur Anlegung des SGrundbud$
verbleibt e8 zufolge rt. 189 ES. und Art. 132 Not.®. vom 9. Juni 1899
bei den SO eftimmungen des Art. 14 bayr. Not.®. vom 10. November
1861 und des Urt. 219 AG. z. ZRO. und KO. vom 23. Februar 1879. De
Näheren vgl. Bem. VII, c,
| Bur Beurkundung im Sinne des $ 313 BGBV. genügt eS nicht, daß die Beteiligung
der Urkundsperfon {ih darauf befchränkt, daß fie den En Vollzug der Unter“
jchriften unter der Vertragsurkunde befcheiniat, vielmehr it der Vertrag felbit von ihr
zu beurkunden. Val. ROE, vom 5. Kuli 1907 in Jur. Wihr. 1907 S. 508; Recht 1907
S. 1072 Biff. 2578; 23. 1907 S. 746 ir. 5. EN audg ROSE. Bd. 61 S. 149 f. (Dagegen
gemügt e3, Daß der Urkundsbeamte das Protokoll über Verlefung und Genehmigung des
BertragS unterfhreibt, um Fejtzuiftellen, daß er die Beurkundung geleitet hat, au
wenn ein Gebilfe bei der Aufnahme des Protokolls ihır vertreten hat; der Beamte madt
diefe Feftftellung auf eigene VBerantwortlichkeit und etwaige Mängel derfelben unterliegen
nur der dienftlidhen Rırge). Nicht unzuläffig ift e8, wenn der Motar Bertragserfärungell
die nicht bei gleichzeitiger Anwefenheit der Vertragichließenden vor ihn abgegeben werden,
in einem einzigen Brotofoll beurkundet. Daher braucht die notarielle Urkunde über daS
Angebot eines Orundftücdskaufs nicht, ehe die Annahıne erfolat, fhon durch Unterfchrift
des Notars vollzogen zu fein. ROSS, in Sur. Wichr. 1909 €. 272 Riff. 5.