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Gr un dmannsche Stiftung.
Der zu Breslau 1859 ş Kaufmann Karl Friedrich Grundmann er
richtete mit einem Kapital von 3000 Thlr. eine unter die Bcrwaltung
des Magistrats gestellte Stiftung und bestimmte, daß aus den Zinsen
des Kapitals folgenden Anstalten: 1) dem Hospital für alte hülflose
Dienstboten; 2) dem evangelischen Schulverein; 3) der Bewahr-Austalt
für evangelische kleine Kinder; 4) der Anstalt für kranke Kinder armer
Eltern (Augusten-Hospital); 5) der Diakonissen-Anstalt Bethanien;
6) dem Zweigvereine der Gustav-Adolph-Stiftung zu Breslau; 7) der
Bürger-Versorgungs-Anstalt, alle 5 Jahre je 5 Thlr. verabreicht, der
Rest der Zinsen aber zum Kapital geschlagen werden solle, bis dieses
die Hohe von 25,000 Thlr. erreicht habe. Dann sollen nur j der
Zinsen zum Kapital geschlagen, die übrigen j aber jährlich dergestalt
vertheilt werden, daß davon die zu 1 — 7 genannten Anstalten je { er
halten, an dem letzten \ aber die Bürgerversorgungs-Anstalt (7) zu ļ
und die Path esche Stiftung zu ş betheiligt sein sollen.
G run; scher Stipendien Fonds zn Greiffenberg in Pommern.
Die jährlichen Einkünfte für Stndicn-Zwceke belaufen sich auf 158 Thlr.
Es können so viel Studirende (zunächst Söhne von Bürgern des Orts)
Theil nehmen, als vorhanden und berechtigt sind, auch kann das ganze
Stipendium Einem verliehen werden. Die Kollatnr hat der Magistrat.
Joh. Jakob Gülcher,
Rentner zu Eupcn, schenkte im Jahr 1858 ein Kapital von 2400 Thlr.,
dessen Zinsen zur Bekleidung armer Schulkinder in Eupcn dienen sollen.
Günnersdorfer KnappschaftS-Berein zu Kommern.
Er umfaßt die Berg-Arbeiter in den Blei-Bergwerken des Kreises
Schleiden und bei Kammern sowie die dem Kreise Euskirchen angehörigcn
beschäftigten Berg-Arbeiter und wurde 1859 begründet. Die Zahl der
Interessenten ist 1471 und die Beiträge derselben belaufen sich auf
1900 Thlr. An Beiträgen der Gewerke gehen 934 Thlr. und an Zin
sen 258 Thlr. ein.
v. Güntersb e rgscheö Bermächtniß zu Stettin.
Die jährlichen Zinsen von 200 Thlr. sollen an den Pastor bei der
St. Marienstiftskirche gezahlt werden, welcher sie am Sophien-Tage
unter die wahren Armen und Nothleidenden der Stadt Stettin auszu
theilen hat.
Barbara v. Güntersbergsches Stipendium.
Eine alte Stiftung der ^>tadt Stolp. Anfangs dieses Jahrhundert«
war ein Kapital von 1220 Thlr. vorhanden.
Christian Jakob Günther,
Lehrer am Lyceum zu Lauban, begründete mehrere wohlthätige Stif
tungen, darunter eine Lehrer-Wittwenkasse für die genannte Anstalt
(jetzt Gymnasium). Kapital 1200 Thlr.