94 Buch 2. Kap. 1. Produktionsmittel.
um so geeigneter, je nährfähiger die Oberkrume infolge ihres
Stoffgehalts und ihrer Mischung, je verhältnißmäßig günstiger
zugleich der Untergrund ist, und je mehr der Boden außerdem
vermöge seiner physikalischen Eigenschaften, Oberflächenform ?c.
einen gesicherten Standort für Kulturpflanzen geivährt und die
Ausführung der Feldarbeiten erleichtert. \
Die Gewässer endlich werden wirkhschcifklich einflust-
reich theils durch die Unentbehrlichkeit des in ihnen befind
lichen Wassers selbst, theils durch die sonstigen nutzbaren
Stosse, welche sich innerhalb ihres Bereichs darbieten, theils
noch dadurch, das; sie sich bedingungsweise zur Fort
bewegung von Lasten salvie als Triebkraft benutzen lassen.
Je nach ihrer besonderen Beschaffenheit und Vertheilung sind
dieselben daher gleichfalls wieder ungleich dienlich zur »n-
mittelbaren Befriedigung von Bedürfnissen und zur Bewirkung
von Produrti anen.
Das Reich der Gewässer, das dritte an der Erdoberfläche
neben der Atmosphäre und der festen Erdrinde zu unterscheidende
Glied, umfaßt den Ocean und sämmtliche Landgewässer von
den zwischen den Poren des Bodens sich bewegenden Wasser-
theilchen an bis zuin mächtigsten Strome.
Vom Maße des Vorhandenseins oder Fehlens von Wasser im
Boden hängt dessen Feuchtigkeits- und Trockenheitszustand, somit
wesentlich auch dessen Brauchbarkeit als Standort für Pflanzen,
Baugrund re., von der Beschaffenheit des über Tage hervor
tretenden Wassers aber dessen eigene Verwendbarkeit ab. Zufolge
seiner Beimischungen erweist es sich dabei entlveder als genießbar
oder ungenießbar, gedeihlich oder ungcdeihlich, zur Benutzung
behufs der Fischzucht, zum Waschen, Brauen ?c. in verschiedenen:
Grade geeignet oder ungeeignet. Dasselbe bleibt überhaupt für
allerlei Zwecke so gänzlich unentbehrlich, daß ständige menschliche
Ansiedelungen nur dort möglich sind, wo es in genügender Menge
und Güte vorhanden oder tvenigstens beschaffbar ist.
Nutzbare Stoffe ergeben die Gewässer vermöge ihres eigenen
Stofsgehalts, z. B. in den darin enthaltenen Salzen re., sowie
ferner durch in und auf dem Wasser lebendes Gethier und einige
Wasserpflanzen, z. B. Schilfrohr, Seetang rc. Sie bieten sich
jedoch innerhalb der verschiedenen Wasserbereiche nicht nur tu