38 406, 407.
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Ind wie {horn oben zu 2, a bemerft ift, fteht das Rennenmüflen in diefem alle dem
Kennen A gleich. Sol auch Enneccerus, En 4./5. Aufl. S. 218 Dr. 3.
8 407.*)
Der neue Gläubiger muß eine Leiftung, die der Schuldner nach der Ab-
Tetung an den bisherigen Gläubiger bewirkt, [owie jedes Nechtsgefhäft, das nach
der Abtretung zwifHem dem Schuldner und dem bisherigen Gläubiger in An:
dung der Forderung vorgenommen wird, gegen fi gelten Iaffen, eS jet denn,
0ß der Schuldner die Abtretung hei der Leitung oder der Vornahme des Rechts:
Seh fennt.
„Sit in einem nach der Abtretung zwijhen dem Schuldner und dem bis-
tigen Gläubiger anhängig gewordenen Rechtsftreit ein rechtSkräftiges Urtheil
Tber die Forderung ergangen, fo muß der neue Gläubiger das Urtheil gegen Jich
ln lajfen, e8 jet denn, daß der Schuldner die Abtretung bei dem Eintritte
T NechtsHängigkeit gekannt hat.
&. I, 804; II, 350; III, 401.
„ I. NecdhHtahHandlungen des gutaläubigen Schuldners gegenüber dem bisherigen
Släubiger eiefung es awifdhen bisherigem Gläubiger und gutgläubigen:
mouldner in einem nach der Abtretung anhängig gewordenen RMechtitreit er-
Algenen Urteils. Da nach & 398 Sag 2 {horn mit dem Abfchluffe des Uebertragungs-
nettags der neue Gläubiger (ZBeiftonar) an Stelle des bisherigen (Zedenten) tritt, 10
ahten nach der reinen Rechtskonfequenz alle Rechtshandlungen, die der Schuldner nad
stem Beitpunfte mit dem HZedenten bezüglich der Forderungen vornimmt, dem Beifionar
jeenüber unwirÄam fein; ebenjowenig Könnte nach den allgemeinen Kegeln über die
A tSfraft des Urteil8 (res judicata jus facit nonnisi inter partes) ein in einent
ei en dem Zedenten und dem Schuldner nach der Beflion An gewordenen Necht8-
Kt ergehendes Urteil den BZeffionar in feinem Nechte berühren. Das BGB. aber durch-
aut auch hier, wie im vorigen Waragraphen, die Nechtöfonle quer zugunjten des
hetgläubigen Schuldners und nähert N {0 praktifch der Yuffaljung des gemeinen
ate8, derzufolge Die volle Wirkıng des HZeffionsaktes dem Schuldner gegen:
jedes Durch eine Benachrichtigung bedingt war. An Stelle der Benachrichtigung tritt
S oc „im BOB. das etwa3 Iaxere Kequifit einer irgendwie erlangten Kenntnis,
u oläubig ut nur derjenige Schuldner, der zur Zeit der Vornahme der
Be Otshandlung die otsetung der durch dieje berührten HZorderung nicht kennt, Der
Sf der Kenntnis ijt vom Gejebe nicht näher umfchrieben, nach den Motiven it e8
ze der Beurteilung des einzelnen Falles, vb au den gegen den Schuldner diesfalls
{ tend gemachten Tnitänden eine mirkliche Senntni3 desjelben von der erfolgten
am ge Sübertragung zu entnehmen i{ft“; bienach wird bloßes Hörenfagen nicht genügen,
Di dem Schuldner den Schuß de8 8 407 zu nehmen; man wird eine wenigjtenS glaub:
Der Dige Nachricht, wenn auch nicht gerade eine joldhe verlangen müffen, die jeden Ziweifel
dr öAulaners ausfließt. Sn übrigen val. über Unficherheit diefes Reguijit® Dern-
) 19, Yand. Bd. 2 8 48. Vraktifidh wird HS daher auch in Zukunft der Sicher
Ye wegen eine Benadridhtigung des Schuldners Jowobhl für den neuen
AAO (Befitonar) al8 auch für den alten Gläubiger (Zedenten) empfehlen.
ab ie unbejcheinigte Mitteilung des neuen ®läubigers, daß er die Forderung erworben
nicht begründet regelmäßig noch feine fidhere Kenntnis, verpflidhtet den Schuldner auch
Yan er de TS en noch gar zur Hinterlegung, ROE. Bo. 61 S. 245,
- Wir. 1905 S. if. 8. .
Das Kennenmüflen (S 122 Uof. 2) {teht der KenntniZ nicht glei. {S. Bent, IV.
fein.a Da 8 407 nur dem Schube des gutgläubigen SOuldner8 dient, fo berechtigt er
NeSweasS au der Schlukfolgerung, d auch nur dem Beifionar vorteilhafte
3 *) Qi ur: Ecctn8, Nechtöitellung des Zeflionar8 und des Schuldners nach
3 407 der S BOS. in Gruchot? le Bd. 50 ES, Liffauer, Nechtsfolgen
iejbältiger Denunziation im „Recht“ Bd. 13 S, 396; Kegelsberger, Der Vi m
Heetb bom Nichtberechtigten in Ihering8 Yahrb. Bd. 47 S, 339 F.; NMamdodr in Gruchot,
Reit Bb. 49 S. 683 ff.; Weiterfamp, Bürgihaft und Suldbeitziit S, 389; Krekfhmar,
*Ot 1908 S. 267; Gellmia, Nechtäkraft S. 55 ff., 390 ff.