88 410—412.
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AMtigung nach S 411 die Zuftellung des Nebermweifungsbefhluffes an die auszabhlende
alle (8 835 61.1 3BO.).
8. Qandesgeiebe: Val. zu $ 11 Baden, AG. z. BGB, Art. 11.
& 412.*)
, Auf die Nebertragung einer Forderung Kraft Gefeges finden die Vorfchriften
& 58 399 bi8 404, 406 bis 410 entiprechende Anwendung,
© € I, 293—297, 301—3806, 308; II, 355; IIl, 407,
Sog. cessio legis: Das BOB, kennt zahlreiche Fälle:
a) in denen eine Forderung Fraft GefegHe8 ipso jure) auf einen neuen
Gläubiger übergeht. So z.B. S 268 Ubi. 3 Befriedigung eines Släubigers
zuf Grund des fog. Wolöfungsrechts, jus offerendi), $ 426 Abj, 2 (Fall der
Ausgleichung unter Gefamtfhuldnern), S 774 Ubt. 1 (Rückgriff des Bürgen),
3 1143 Abf. 1 (Nebergang der Forderung des Hypothefengläubigers auf den
befriebigenden Eigentümer, der nicht perfönlider Schuldner ft), S$ 1150
Ablöjungsrecht bei GOrundftücken), &$ 1225 (Nebergang der Forderung auf
den WVerpfänder einer beweglichen Sache, der nicht perfönlicher Schuldner
;, S 1249 (Wblöfung eines Pfande8), S 1607 (Anfprudh des Unterhalt
zewährenden Yermandten gegen den zunächft Verpflichteten), S$ 1709 (Neber-
zang des Anfpruchs des Kindes auf Unterhalt auf die denfelben gewährende
Mutter gegen den Vater).
Daneben Hehen Fälle, in denen eine gefeßlihe VBerpflihtung zur Ab-
*retung aufgeftellt mird, ohne daß die Wbtretung ipso jure eintritt. al.
vor allem & 255 (Anfpruch des SchadenSerfableiftenden auf Wbtretung der
Anfprüche, die dem Erfaßberechtigten auf Grund des CigentumsS an der
Sache oder auf @rund des MechteS gegen Dritte zuftehen), & 281 (Anfpruch
auf daS fog. Surrogat oder den fog. SEE $ 323 Ubi. 2 (Mn
mendung des 8 281 bei Unmöglichkeit der LVeiftung aus einem geaenfeile
Vertrage). Wer auf Grund einer foldhen gefeglidhen Vorjchrift ein Recht
auf A! hat, ann, wenn Ddiefe nicht U erfolgt, auf deren Boll-
zug Hagen. Asbdann erfebt (nach einem a a Srundfaß der Zwangs-
vollitredung) das rechtskräftig vberurteilende Erfenntnis die Wbtretung, (S 894
3BO.) Val. auch Crome, Bürgerl. KR. II S. 321, .
Auch in anderen Reidhsgefeben finden Hich ähnliche Beftimmungen.
Bol. vor allem zu a RG., betr. Verficherungsvertrag SS 67, 118, RO., betr.
EN S 62; zu b G®B. 88 61, 112, 236, 326.
& ijt ein Berdienit der in der Lit-Note angeführten Schrift von
Schulz, die verfchiedenen Fülle diefes unfreimilligen Jorderungsübergangs
a) bzw. diefer notwendigen Forderungsabtretung (b) auf ihre @ründe zurück
juführen und die oberflächlicdhe Fiktion einer gejeßlidhen AWbtretung bzw. des
gejeBlidhen Wbtretungsanfprucdhs unter Erörterung der verfchiedenen RechtS-
gedanken durch eine wiffenfdhaftlide Ronftruktion zu erfeben.
3u unterfcheiden find darnach:
Sie I SorderungsSübertragung zur Vermittlung eines Rücgriff8 (Regreh).
ed gehören die 88 426, 774, 268, 1150, 1242 BGB, ferner die SS 67, 118 des NG,,
Hoi Verficherungsvertrag. In Ddiefen Fällen ift wieder ein Unterfchied zu machen
a) Regreß auf Grund ESrfüllung fremder Verbindlichkeiten,
b) Negreß ee Nusgleidung unter mehreren nebeneinander geordneten
iremden Verbindlichkeiten.
deit Die {og. cessio legis ift eine unzulänglide Denkform. € handelt fi in Wahr-
af Um einen „neuen Anipruch, nämlich einen Erfaßanipruch des Megreßberechtigten
den dasjenige, was der jeßi befriedigte @läubdbiger hätte verlangen fönnen, das, Wovon er
Schuldner frei gemacht hat, die fog. Liberation (Schulz S. 40). ;
an. ‚Cine unmittelbare Anwendung der SS 399—404, 406-410 {ft daher nur auf die
ef der eff eitiven Beflion (Forderungsabtretung zu b oben) möglich, dagegen fönnen
erde U LT Oriiten auf die Sälle der fjog. cessio legis nur ent{predenDd angewandt
nn
Dendi *) Qiteratur: Schulz, Riüdgriff und Weitergriff, Studien zur gefebliden und not-
1gen Reflion 1907.