1. Titel: auf. Taujd. S 496. VBorbemerkungen. 717
o) Die Eintragung einer Bormerkung nach SS 883 ff. des MWiederkaufSan[pruhs
zur Sicherung deSfjelben jheint dagegen ftatthaft, wodurch das Refjultat einer
Verdinglidung nahezu erreicht wird, vgl. Bem. IT, 1,a zu $ 883 und auch
Borbem. IV vor 8 1094 (Übereinftimmend Pland und DVertmann vor & 497,
jowie Cojad IS 132 und vgl. Hiezu auch eingehend Hahn a. a. OD. S. 78 fi.
jowie ferner Bendir in Fur. Wir. 1904 S, 601, Ripr. d. OLG, [®ammerger.]
%öd. 14 S. 71, Rähdbohrer in Württ. Ztihr. Bd. 49 S. 168, RGE, Bd. 69 S, 281,
Sur. Wichr. 1908 S. 717). Eine folge Bormerkung fit au danır zuläjfig, wenn
daß Wiederfaufsreht für den jeweiligen Eigentümer eines Grund»
ftä@3 begründet murde, vgl. hierüber Befchl. d. Kammerger. Dom 15. Iuni 1908
in Bl f. RA. Bd. 74 S. 248, Eutid. FG. Bd. 9 S. 263, Hinfihtlig eines
Wiederlaufsrecht3 des Ynhalt8 aber. dak auch der Dritterwerber zum Wieder-
verkauf an den Verkäufer oder einen andern verpflichtet wird, val. Kammerger.
in D. Yur.3. 1907 S. 300,
2, Dem Gegenftande nach ift das Wiederkauf3recht unbe |dOräntkt. Wa SGegenftand
des Maufe fein kann, {ft auch dem Wiederfanfsrecht unterftelbar.
3, NMechtsnatur de3 Wieberkaufsrecht8.
DaZ BGB. hat zwar zu den früheren gemeinrechtliHen Streitfragen durch pofitive
Beitimmungen durchweg Stellung genommen (f. insbefondere Hinfichtlig der Entftehung und
Endigung der Auzübung und Rechtsfolgen diejeS Rechte8), eine Entjhetdung Über die
techtliche Natur des Wiederkaufsreht3 aber hat das Gefeg mit Abfiht (vgl. M. II, 340)
nicht getroffen. €3 find eine Meihe von Theorien aufgeftellt worden, zum Teil unter
Anfjhluß an die bereitZ im gemeinen Rechte verjuchten Löjungen. Aufgeführt jeien: die
Bor bertragStheorie, au Theorie de8 pactum de contrahende genannt (vertreten von
Schüße a. a. OD. S.93 und anfdheinend aud von Dernhurg, früher inZbefondere von
Sinteni8), die Theorie des KüctrittsrechHts8 und des ESinlöjungsan[pruchsS (leßtere
wil Schollmeyer, Das Recht der einzelnen Schuldverhältnifje S. 23 dem Rechte des BGB.
jugrunde legen, ebenfo nunmehr Dertmann Vorbem. 2, d vor $ 497), ferner die Theorie
der Kückaufsofferte (zuerft aufgeftellt bei Pland Bem. 3 vor $ 497; angejlofjen haben
li diefer Meinung Hellmann in Krit, VBierteljichr. Bd. 41 S. 227, fowie auch Endemann Bd. I
S. 1012 Anm. 17); Bon Ennecceru3 (Bürgerl. N. S 339) murde zuerft die Theorie des [1 5=:
benijivz-bedingten Nückauf3 aufgeftellt und überzeugend nadgewiefen, daß fie mit den
gejeglidhen Beitimmungen des BGB, in voNer Nebereinftimmung fteht, während die anderen
Meinungen ale mehr oder weniger mit den pofitiven Normen de3 SGejegbuches in Wideripruch
Aeraten (val. hierüber im einzelnen Hahn a. a. OD. S. 24 ff.). Die Bedingung {ft die Abgabe der
Wiederkaufserklärung feitenz de3 Verkäufers. Der gefamte Vorgang zerfällt hHienad) in zwei
Recht3geichäfte:. den urfprüngligen Kauf und den im Anfhluß an ihn gefhloffenen actus
contrarius, den Wiederkauf, der unter der aufjhiebenden Bedingung fteht, daß der Wieder
läufer die WiederkaufserMNärung abgibt. AusführliH it die Richtigkeit diejer Anfhanung
au Gewiejen in der Schrift von Hahn, ferner Haben fi diejer Theorte angeflofjen
Stammler, DazZ Recht der Schuldverhältnifje S. 13 und FijghHer-Henle Bem. 4 zu S 497;
Übereinftimmend ferner Crome S$ 227 Anm, 7. Val. auch RGE, Bd. 69 S. 281,
4, Bu prüfen bleibt im Einzelfall oft, ob nicht der Wiederverfauf nur die Form für
ein Areditgejhäft bildet und eine Herffedte Pfandbeftelung bezwect, fo daß in
Wahrheit ein fimulierter Kauf vorliegt oder aber auch ein fog. fiduziarifches Gefchäft, val.
hierüber Bem. VIII zu & 929, Bem. 3 zu 8 930 und Bem. 4 zu 8 1205 fowie RGE, Bd. 2
Nr. 44. 45.
Wegen wudHerifhden Mißbrauch 3 beim Wiederverkauf ijt auch das Wuchergejeß Dom
24, Mai 1880 . ; |
Sal 303 zu vergleidhen, ferner $ 302 a Si@B, und $ 138 HGB., fowie auch RKofffa,
Die RNeihsawnudheraeieße S. 34.