Full text: Recht der Schuldverhältnisse (Bd. 2)

2, Titel: ESoheniung, S 516, 
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nanın Bem. I zu 8 516, RNOHSG. Bd. 5 S. 52 und Bd. 17 S. 12.) 
Verkauft 3. DB. ein Freund an mich feinen Hund billiger im Hinblid 
zuf unjere Freundichaft, {0 wird regelmäßig Lediglich ein Kauf vor- 
liegen (die Zreundihaft war lediglich Motiv, die Sache billiger zu 
verkaufen); anderfeits können auch 3. 5. Schenkung und Kanf fo in 
einem SGe{dhäfte nur äußerlich zufammengefd weißt fein, daß Den innere 
Trennung jofort erfennbar i{t; hier liegt auch feine gemifchte Schenkung 
in eigentlidem Sinne vor. Bal. auch bayr. Oberft. LG. Bd. 3 n. F.) 
S. 597 (Borausfeßungen für die Annahme eineS gemifchten Schenkungs- 
aftes), ROE. Bb. 60 S. 242, RGOE. dom 3. Oktober 1907 (Warneyer 
Bd. 6 S. 72 und 563), Necht 1907 Ir. 3789, Recht 1908 Nr, 963, 
Warneyer Erg.-Bd. 1908 S. 150 (Objektive Bereicherung und Einigung 
über bie Unentgeltlidhkeit find auch ie (Erfordernis). 
Sehr beftritten ijt, mas hier den eigentlihen Gegenftand der 
Schenkung ausmacht. Ueber die verfchiedenen Unfichten vgl. Dertmann 
Bem. 9, Pland Bem. 6, LCammfromm, Teilung, Darlehen 20. 1897 S.132ff., 
Dernburg $ 210 S, 138, Bechmann, Kauf 118 153 S. 150, Köppen a. a. DO. 
3 6, Siher, Krit. Bierteljfchr. Bd. 45 S. 308, Seuff. Arch. Bd. 26 S. 131, 
55.31 Nr. 138, Crome S 230 S. 508, Kegelsberger, Yerinas Sahrb. 
Bd. 48 €. 462, WeiraucdhH a. a. DO. S. 240 ff., Müller a. a. DO. ES, 209 ff, 
Yaymann, Schenkung unter einer Auflage S. 53, Golbjhmidt a. a. DO. 
S. 16 ff._ Das Reichsgericht (ROES, Bd. 29 S. 265, |. auch Bd. 54 S. 110, 
Bd. 68 S. 326, Yur. Wichr. 1908 S, 431) nimmt ar, daß hier den Gegenz 
itand der Schenkung der über fhieBßBende Betrag bilde, der dadurch 
zur Darftellung fommt, daß der Wert der dem Beihenkten auferlegten 
Veiftung von dem ihm überlaffenen Gefamtobjekt in Abzug gebracht 
wird. € dürfte aber der Sachlage mehr entipredhen, mit Müller 
a. a. ©. und Goldfehmibdt a. a. . die gemifchte Schenkung nicht in 
ihre einzelnen Teile aufzulöfen, Jondern Ite als einen einheitlichen 
NRecdhtSakt aufsufajjen und fie damit dem allgemeinen Begriffe der 
gemildhten Verfräge zu unterftellen, der allerdings wiffenfhaftlich 
2100 nicht vollftänbig durchgebildet i{t (vol. hierüber unter Bem. 5 der 
Einleitung A bejonderen Teile S. 525 und inshel. DOO Die 
gemifchten Berträge Bd. 1 S. 169, 284 {f., 292, 298). Auf den Mifch= 
vertrag find freilih an fih auch die NechtSregeln der enthaltenen 
VBertragsarten anzuwenden, jedoch mit der Maßgabe, daß bei Normen: 
follifion die dem BertragSzmwedce RU Dr Norm den Aus: 
Jlag gibt (val. ©oldjhmidt a. a. DO. S. 16 ff. und 35). Gegenftand 
ift hienach nicht bloß der Wert, der fih im Einzelfall als Schenkung 
daritellt, vielmehr i{t bie ganze Sache Gegenftand der Vereinbarung 
der Varteien fo auch MWeirauchH a. a. OD. S. 244, Müller a. a. D., 
Soldjhmidt a. a. OD. S. 22 und 49, fowie Dertmann Bem. 9, c). 
UHeber die Anwendbarkeit des 8 518 GFormborfchrijt) auf die 
gemifüte Schenkung vgl. Bem. 3 zu $ 518. 
Ueber den Unterfchied diefer en Schenkung von einer ver=- 
"Oleierten EN }. ROS, Bd. 29 S. 265, vol. auhd DLS. 
Hamburg, KRecht 1907 Ir. 3790. » 
Pinfichllich der jog. remuneratorifden SoGenkungen 1. Vor- 
em. IV, 6. 
Ueber die Mbgrenzung des AuSftattungsverfpredhens von einer 
Schenkung vgl. 8 1624 mit Ben, fowie u ARGOS. in Seuff. Arch. Bd. 59 
Yer. 181 und die weiteren Zitate in Borbem. IV, 8. 
Wegen EEE ob Schenkung gegeben jein Kann in SGeftalt von Bürg- 
{Gaftsleiftung oder Pfandbheftellung, f. zu S 517. 
4. Die Gedingte Abtretung eines Anfprudhs Hat regelmäßig al8 vollzogene 
Schenkung und nicht al8 ScheniungsSverfpredhen zu gelten, vol. ROE. vom 
7. Dezember 1907 bei Warneyer Wi een 1908 S. 96. Auch der Bord ebhalt eines 
Widerrufs bei einer vollzogenen Schenkung nimmt diefer nicht den Charakter einer 
Schenkung nach $ 516. 
5. Ueber Muslegung von Schenkungsverträgen val. auch Danz, Die Auslegung 
der Rechtögefchäfte S. 187. €3 it dabei zu A daß im Zweifel zugunften des 
Scenfenden auf daS minus der verfprochenen Leitung zu erkennen ift. 
6. Ueber die Frage des Eigentums bei Hochzeitsgefhenken vgl. Seuff. Arch. 
Bd. 62 Nr. 181 Wammerger.), fomwie Bem. 3 zu 8 1365 in Bd. IV 
3)
	        
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