2. Titel: Schenkung. S 518.
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un al8 fofort vollzogen gelten (bal. hiezu aud ROES. in Oruchot, Beitr.
Bd. 50 S, 651). Die AbfHicht der Barteien kann aber au dahin gerichtet
jein, daß der Empfänger einen Geldbetrag abheben und al8 Gejchent be-
halten jolle, hier i{t die verfprochene Leiftung erft mit der Wohebung voll»
zogen, }). Auhlenbecf in Jur. Wichr. 1902 S. 242 und val. hiezu RNOGE. Bd. 9
S. 245, Bd. 17 S. 297. . |
Sm . ijt bier allgemein darauf DT daß zur Volk
he der Schenkung eines Sparguthabens im Sinne des Abt. 2 die
Abtretungserflärung an fih genügt und die Nebergabe des darüber
zu8geftellten Sparkajjenbuchs fein notwendigeS weiteres Erfordernis bildet,
denn die AEmäß 8 808 BGB. ausgefertigten Sparkajfenbücher zählen nicht
u den Wertpapieren, bei denen zur Uebertragung des darin verbrieften
Rechts die Wushändigung der ausgeftellten Urkunde wefentliches Erfordernis
Mt; dem neuen Gläubiger, der durch den AWbtretungSvertrag die Forderung
erworben Hat, fteht nach S 952 auch daS Eigentum am Sparkafienbuche zu,
f. ROSS, SIur. Wichr. 1910 S. 329 Nr. 2, Bem. IN, b 3zu S 808 und
Bem. 1, e zu S 952; über die verfchiedenen Meinungen aus der Praxis val.
ferner Das bei Warneyer Bd. 2 zu S 518 zitierte Urt. d. DLG®. Dresden vom
17. November 1902, jowie das Urt. d. OLG. Rolmar vom 10. Dezember 1901
in N 1903 S. 348, ROE, vom 17. Yanıar 1903 Bd. 53 S, 294,
Of, a 5. 13 S. 628, Sur. Wichr. 1907 S 74 Yr. 3, fowie Mecht 1907
Nr. ,
Neber Schenkung durch Einzahlung eines GeldbetragS auZ dem
Vermögen des Schenker8 auf ein auf den Namen des Beichenkten Iantendes
Sparkajfebuch vgl. RS. in Jur. Wichr. 1902 S. 38 und Oruchot, Beitr.
Bd. 42 S. 963;.1. audhH ROSE. Bd. 73 S. 220.
Neber Schenkung eine8 nah dem Tode des Schenker abzuhebenden
Bankfdepots f. Ripr. d. DOLG. (Kammerger.) Bd. 9 S. 33, |. dagegen aber
auch Dertmann in Bem, 3, b zu S 518, jowie RGE. in ur. Wichr. 1907
S. 733 (val. oben) 1. ferner aud) ROSE. bei Warneyer Erg. Bd. 1908
Nr. 204 und YDLSG, Stuttgart, Württemb. Jahrb. Bd. 20 S. 5, auch Bayr.
3. f. N. OLG. Nürnberg) 1910 S. 222. .
Auch die Erfakmittel für förperlide Nebergabe wie 3. SB.
88 929 26f. 2, 930, 931 werden hei heweglihen Sachen allgemein al8
unmittelbare Bewirkung der Leiftung gelten Können.
Bloße Ermächtigung zur Abholung der verfprodhenen Sache nach dem
Tode ift jedoch Keine fofort vollzogene Schenkung, val. Ar ROSE. in
Sur, Widhr. 1904 S. 337, Mipr. d. VLG. Rammerger.) Bd. I S. 33.
uch Dei Hann el8gefhäften ift zur Gültigkeit von Schenkungsverfprechen
die Einha NEE durch $ 518 vorgeldhriebenen Zorm erforderlich, val. NOS.
in HoldheimsMSchr. Bd. 13 S. 128.
Wenn ein Miterbe dem andern erklärt, diefer Lönne den in feinen Händen
befindlichen Nachlaß behalten, da er Telbit darauf verzichte, fo Liegt darin
Eee Vollziehung der Schenkung, vgl. ROE. im Hentral-Bl. Bd. 4
S, 506.
Neber Teilungsabkommen mit Nichterben val. dagegen Ripr. D.
DLSO. (Hamburg). Bd. 13 S. 421 und Iur, Wir. 1905 S, 721.
h) Synallagmatitche Verträge fallen nicht unter die Form des $ 518,
|. RGE. in Iur. Wicdhr, 1906 S. 463.
i) Ueber SE einer Villa, die der Schenfgeber erft von einem Dritten
wu fauft, vgl. DUG. Dresden im Zentral-Bl. Bd. 6 S. 215. Da
x) Ein Ausitattungsverfprecdhen bedarf der Form des S$ 518 nur infoweit,
al3 e8 nach $ 1624 Schenkungsverfprechen ift, }. näher Bd. IV Bem. 3, a und
4, a, 8 und y zu S 1624, fowie die dafelbit ermähnten Ent{cdh. d. Keihsgerichts ;
daS AusitattungSverfprechen eines Zremden bedarf hiegegen der Zorm des
& 518, wenn jein Inhalt unter 8 516 Abf. 1 fällt, f. Bd. IV Bem. 2, c zu
$ 1624 und die dort erwähnten Entfcheidungen,
Neber die Frage, ob Schenkungsverfprechen oder Leibrente anzu
nehmen ift, vgl. Sur. Wichr. 1908 ©, 103 ff. N .
‚Weitere Zormerforderniffe aufzuftellen, {ft nah B. 1, 75. in
HM. ®omm. abgelehnt morben. Selbftverjtändlich ift aber anderfeits durch
$ 518 nicht3S geändert an denjenigen andern Zormvorfchriften,
welche das BGB. an fonftigen GejebeSitellen namentlich in Unjehung des
ganzen Yechtsgefchäfts aufftellt, wie 3. B. in den Füllen der SS 311, 313,
2385 (mit 8 2371), Mal. hiezu auch NRiyr. d. DLG. (Köln) Bo. 13 S. 420
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