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VII. Abjgnitt: Einzelne Schuldverhältniffe.
des (Erlöfes vegelmäßig obhnedies zeitlich bald erfolgt. de ift die nach $ 805
zegebene Klage gegen den Pfändungsgläubiger nach Borausfebung und men
wejentlicdh verfchieden von der nach S 561 zuläffigen Klage gegen den Mieter
er einen {fonjtigen Dritten. (ebereinttimmend Biete a. a. ©, Siber
a. a. ©. S. 82, 83, Jaeger zu 8 49 RO., Neumiller zu 8 805 3RO., Brückner
a, a. ©. S, 119 und eingehend im „Recht“ 1905 S, 180 ff, Lippmann in
OD. Iur.3. 1905 S, 299, Kraus in Bayr. 3. f. N. Bd. 1. [1905] S. 172 ff.
Kipr. d. DLG. [Gambura] Bd. 9 S. 298, Kammerger. in Nipr. d. OLG.
Bd. 19 S, 96 und Bl. f. N. _i. Bez. d. Kammerger. 1908 S. 96, DLG.
Dresden, D, IJur.3. 1908 S, 1408, Dertmann Bem. 4, b, Goldmann-
Silienthal S. 573, Mekges, Gruchot, Beitr. Bd. 49 S. 504 ff, Reinhard,
Sur. Wichr. 1906 S. 74, Mittelftein S. 416, 417, Emmerich, Pfandrechts-
fonfurrenzen S, 463 ff., dagegen ZN Nipr. d. DLO®. [Kammerger.] Bd. 5
S. 370, Karften im „MNecht“ 1904 S, 140, Brandis, D. Zur. 3. 1906 S, 858 ff.;
vgl. ferner auch Lippmann in Bl. f. RU. Bd. 72 S. 761 M). CSS ergibt fich
aber freilich aus der prozeffualen Natur des & 805 eine andere Befriftung,
infofern nämlich diefe Klage mit der ZwangsSvollftrechung in engem Zujammens
hange fteht und OT nur bis zu deren Beendigung, alfo bi8 zur Aus»
bändigung des Erlöfes an den VPrändungsgläubiger erhoben werden
fann N Brückner im „Recht“ 1905 S. 181, ET zu 8 805 3PO.,
ROS. Dd. 12 S. 371, Seuff. Arch. Bd. 38 Nr. 194, Bd. 40 Nr. 186).
Neber die Frage eines Bereiherungsanidpruchs des Vermieter3,
der aus $ 805 3%O. nicht vorging, gegen den betr. Yfandungspfandgläubiger
vgl. Bem. I, 3 zu $ 563.
VIL Neber den Fall, daß der Vermieter felbit wegen jeiner Mietforderung
bfänden läßt, vol. Bem. 6 zu 8 561.
VHI. Ueber itrafredhtliden Schub des Bermieter-Pfandrechts {. Bem. VIN
zu $ 559 und oben TI, £.
IX. Neber das vereinbarte rein obligatoriide Zurücbehaltungs3-
vet des Vermieter8, feine redhtliden Folgen und feine Nu8dehnung (ob auch auf
unpfändbare Sachen?) vol. im einzelnen Bem. V, 4 zu $ 559.
X. Neber die Frage, ob die Beftimmung des 8 561 Abi. 2 au auf die vor dem
1. Januar 1900 entftandenen Pfandrechte des Vermieter und VerpächtersS anzuwenden
it, vgl. ROT. Bd. 49 S. 56 und Kipr. d. OLG. (Gamburg) Bd. 4 S. 43.
Ss 562,
Der Miether kann die Geltendmachung des Pfandrecht? des. Vermiethers
durch Sicherheitsleiftung abwenden; er ann jede einzelne Sache dadurch von dem
Pfandrechte befreien, daß er in Höhe ihres Werthes Sicherheit Teiftet.
&. I, 451 267. 4; I, 504; IN, 555
. 8 562 gewährt dem Mieter die Möglichkeit, auch ohne Befriedigung des Vermieters
durch Sierheitsleiftung die Geltendmachung des Pfandrechts abzuwenden. Dies
ift für den Mieter Hauptfächligh danız praktijch, wenn eS figh um noch nicht fällige DDder
‚trittige Anfprüche des Vermieter8 (3. B. N ah handelt. Un ein
beftimmtes Stadium des Pfandrechtsverhältnifijes ijt die Ausübung diefer Befugnis nicht
pie fie fann daher Towobhl im Augenblide der Einbringung al8 auch in jedem {väteren
eitbunfte gefcheben (vgl. Siher a. a. D. S. 84).
. Die Sicherheitsleiftung kan in doppelter Be ijehung erfolgen:
i. Bur Nbwendung der Geltendmachung des Brandrehts überhaupt:
„, u welder Höhe Or die Sicherheit zu leiften ift, darüber beftimmt das CHE
Leine Einzelheiten. € wird anzunehmen fein, daß der zu jichernde Betrag regelmäßig
die Summe aller jener Anfprüche it, für die gemäß $ 559 das Bfandrecht befteht. Zweifel
9after wird die Sache, wenn der Wert der dem Pfandrecht unterliegenden Sachen unter
dein Betrage der Forderungen ftebt. Hier {ft die Frage, vb gleichwohl eine den Wert
der Pfandfachen erreidhende Sicherheit genügt oder vb nur eine den Gefamt-
betrag DEF OLD STHNBEN erreidhende Sicherheit befreienb wirken Kann. €3 dürfte
die erlore nnahme Jein, Dies ergibt fich ‚einerfeit® aus der Analogie des
zweiten Halbfabe Beftimmten (b), wonach für jede einzelne. Sache entfpredhend
hrem Werte Sicherheit geleiftet werden kann, anderfeits wird ja dem Bermieter durch
ba3 Bfandrecht felbft nie mehr Gewähr geleiftet, al8 der Gefamtwert der dem Pfand»
echte unterliegenden Sachen, vgl. Dertmanı zu S 5692, a. M. Crome 8 244 Anm. 32.