thumbs: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

Vorwort 
Der Zweck dieser Untersuchung ist vor allem, die Eigenart der 
konsnmgenossenschaftlichen Gütervermittlung zu zeigen. Die Schwie 
rigkeit, die sich bei allen derartigen Monographien bietet, manches 
Unbekannte als bekannt voraussetzen zu müssen, habe ich dadurch zu 
umgehen gesucht, daß ich im ersten Kapitel eine Schilderung der 
Konsumgenossenschaften ganz allgemeinen Inhalts gegeben und im 
Anhang die Hauptbestimmungen eines Musterstatuts für Konsum- 
Vereine abgedruckt habe. Die beiden Hauptkapitel, das zweite und 
dritte, behandeln die Güterbeschaffung und die Güterabgabe. Das 
Zentralbureau ist dabei unberücksichtigt geblieben. An Besonder 
heiten bietet es wenig. Seine Organisation könnte aber bei dem 
umfassenden Stoff zum Gegenstand einer besonderen Abhandlung 
gemacht werden. Im Schlußkapitel wird versucht, Entwicklungs 
tendenzen und Entwicklungsmöglichkeiten in der Bedarfsgüterver 
sorgung aufzuzeigen. 
Mehr als ich ursprünglich ivollte, habe ich in der vorliegenden 
Arbeit Vergleiche mit dem erwerbsmäßigen Wareuvertrieb gezogen, 
ohne aber diese Gegenüberstellung in allen Teilen durchgeführt zu 
haben, >vas auch nicht der eigentliche Zweck der llntersuchung war. 
Auf Grund des gesammelten Materials mußte ich bei diesem Ver 
gleich das alte Warenvermittlungssystem, wie es heute fast noch 
allgemein verbreitet ist, angreifen. Ich betone aber: Nur das System 
mache ich verantwortlich, nicht die Menschen, die es handhaben. 
Ich bin mir auch bewußt, daß sich aus dem unvollkvmmeneu System 
der erwerbsmäßigen Warenvermittlung heraus der „königliche Kauf 
mann" entwickelt hat, jene bewundernswerte Gestalt, die die schlechten 
Wirkungen eines schlechten Systems zu mildern wüßte. 
Im übrigen stellt die Arbeit nur eine Studie dar. Der 
Praktiker wird noch manches hinzufügen können; immerhin hoffe ich, 
daß auch er manches Interessante und Neue in der Arbeit finden 
wird. Dem Außenstehenden dürfte die Untersuchung einen will 
kommenen Ueberblick bieten. 
Ich komme noch der angenehmen Pflicht nach, Herrn Professor 
Or. Schröter, der die Arbeit angeregt und ihr bis zum Schluß
	        
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