Full text : Über Fragen des Geldwesens und der Valuta während des Krieges und nach dem Kriege

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Vorwort.

Am 13. April ds. Jrs. hielt ich in der Staatswissenschaftlichen
Vereinigung zu Königsberg in Preußen einen Vortrag über das
Thema „Fragen des Geldwesens und der Valuta während des Krieges
und nach dem Kriege“.
Die Arbeit, die ich jetzt unter demselben Titel veröffentliche,
enthält mehr als den erweiterten Inhalt dieses Vortrages. Ich habe
eine ganze Reihe von Problemen des Geldwesens, die ich in dem
Vortrag nur streifen konnte, hier ausführlicher behandelt, , auch
einiges aus den Vorträgen, die ich bei den Hochschulkursen für
Kriegsteilnehmer in Freiburg, Fourmies und Brüssel hielt, bei denen
ich wiederholt Geld- und Valutafragen behandelt habe, hier zum
Abdruck gebracht. In den Teilen der Schrift, die von der Goldwährung
 handeln, habe ich zwei bereits früher veröffentlichte Abhandlungen,
 eine aus dem Bank-Archiv XVI. Jahrg. Nr. ı (Währungspolitik
 und Geldtheorie im Lichte des Weltkrieges) und die andere
aus den Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik Bd. 107
(3. Folge Bd. 52) 1916 (Unser Geldwesen nach dem Kriege) mit
Ergänzungen und Nachträgen wieder zum Abdruck gebracht.
Während ich in diesen Abhandlungen mich hauptsächlich mit
Bendixen und Heyn beschäftigt hatte, habe ich jetzt auch die
Geldtheorie von Liefmann und einiger anderer neuerer Gegner
der Goldwährung einer Kritik unterzogen. — Besonders ausführlich
bin ich in meiner Schrift auf die englischen Geld- und Valutaverhältnisse
 zur Zeit der Bankrestriktion (1797—1821) eingegangen,
weil ich glaube, daß wir zur Beurteilung. unserer heutigen deutschen
Geld- und Währungszustände sehr viel aus den damaligen Störungen
des englischen Geldwesens und den wissenschaftlichen Kontroversen,
die sie hervorriefen, lernen können.

Freiburg iBr., Juni 1918.

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