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E. Wagner,
bodenständigen Bevölkerung hinaus, einen Gesichtspunkt, den wir oben
für unsere Arbeit ablehnten. Uns kam es vielmehr darauf an, die verdichtende
Wirkung der Stadt auf ihre nächste Umgebung hervorzuheben.
Deshalb haben wir rechnerisch das gesamte Gemarkungsareal
der Stadt mit der städtischen Bevölkerung von der Umgebung abgetrennt,
um letztere lediglich auf ihrem Boden in der ihr zukommenden Dichte
darzustellen. Die besondere Darstellung der ausgeschiedenen Stadtgemarkungen
nach politischen Grenzen auf der Karte erschien uns jedoch
nicht angebracht. Hier wurde lediglich die bebaute Fläche als
Punkt intensivster Dichte herausgehoben, während die Dichtekarte der
engeren Umgebung gleichsam bis an die Stadtmauern ausgedehnt wurde,
in der Annahme, daß die Dichte der städtischen Bevölkerung nach der
Peripherie des bebauten Areals zu immer mehr mit der der engeren
Umgebung verschmilzt, so daß hierbei nichts auf der Karte zur Wiedergabe
gelangt, was sich nicht in den thatsächlichen Verhältnissen wiederfindet.
Die Namen der in dieser Weise ausgeschiedenen Orte sind zu
ihrer Kennzeichnung auf der Karte unterstrichen worden. Die Darstellung
aller Siedlungen des Gebietes erfolgte durch eine ihrer abso-Iuten
Einwohnerzahl entsprechende Signatur. Denn trotzdem Ambrosius
diese Manier bekämpft!), indem er in vieler Beziehung ja auch mit
Recht darauf aufmerksam macht, daß die Bevölkerung doppelt dargestellt
werde, einmal relativ auf die bewohnte Fläche bezogen durch
die Farbe des Dichtetones und dann nochmals absolut durch die Ortssignaturen,
glaube ich, daß er bei seiner Karte des deutschen Niederrheins
durch die rein topographisch wiedergegebenen Siedlungen viel
an Deutlichkeit und Uebersichtlichkeit des Bildes verlor. Denn an
Stelle der uns so vertraut gewordenen selbstthätigen Antwort einer
Karte auf die Frage nach der Einwohnerzahl (wenigstens in großen
Zügen) durch ihre nach Größenklassen abgestuften Ortssignaturen, verweist
er den Leser auf das ständige zeitraubende Zurateziehen der
Texttabellen. Außerdem empfahl sich bei dem von mir schließlich gewählten
halben Maßstab gegenüber Ambrosius die topographische Ortswiedergabe
durchaus nicht mehr. Sie hätte so schematisch geschehen
müssen, daß sie die von Ambrosius damit beabsichtigte Darstellung
„ethnischer Merkmale“ nicht hervorzubringen vermocht, also noch
weniger als absolute Signaturen, nämlich gar nichts dem Leser geboten
hätte. Somit erschien mir die Anwendung der von H. Wagner
empfohlenen?) kombinierten Methode am Platze. Es giebt also die
vorliegende Volksdichtekarte Südhannovers eigentlich zwei Karten in
einer wieder, indem über der relativen Dichtekarte eine absolute Siedlungskarte
gleichsam darüberliegt.
Folgende 31 Städte gelangten nach obigen Gesichtspunkten zur
Ausscheidung samt ihrer Gemarkungsfläche :
') Ambrosius, Niederrhein, S. 170.
? H. Wagner, Lehrb. I, 1900 8. 778 (Abs, 5).