Umständen ausgeführt werden. Bei den letzteren hat der untersuchende
Arzt cine große Auswahl unter den vorgestellten Leuten und wird cher
geneigt sein, bei zweifelhalter Tauglichkeit die Zurückstellung oder Ausmusterung
des Einzelnen zu empfehlen, während bei den zum einjährigen
Dienst Berechtigten diese Auswahl fortfällt und jeder der überhaupt
als tauglich bezeichnet werden kann, auch eingestellt werden muß.
Noch günstiger, als die auf Grund eines Schulzeugnisses zum
einjährigen Dienst Berechtigten stehen diejenigen, welche ihre Befähizung
gemäß 8 91 W.O0. durch ein besonderes Examen nachgewiesen
haben, und diese werden noch um ein weniges von denjenigen übertroffen,
welchen der Vorzug des einjährigen Dienstes auf Grund besonderer
Leistungen usw. (8 89,6 W.O.) eingeräumt ist. Nächst
anderen, wohl mit dem Schulbesuch zusammenhängenden Gründen
dürfte in erster Linie an diesem so günstigen Ergebnis der Umstand
Teil haben, daß sich zu dem besonderen Examen nur solche jungen
Leute melden, welche von vornherein körperlich kräftig entwickelt
und. von ihrer Militärtauglichkeit überzeugt sind; das gleiche wird der
Fall bei denjenigen sein, welche sich um die Berechtigung gemäß & 89,6
W.0. bemühen. Minder kräftige, oder mit offensichtlichen, die Tauglichkeit
ausschließenden Fehlern behaftete junge Männer werden sich
vielfach der Mühe des für sie zwecklosen EKxamens oder der entsprechenden
Eingaben an die zuständigen Behörden garnicht unterziehen,
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Bei der Beurteilung, ob die für die einzelnen Schulen festgestellten
Unterschiede in den Tauglichkeitsprozenten auf Rechnung der Schule
und ihres Einflusses auf die körperliche Entwickelung der Schüler zu
setzen sind, ist es von Wert, zu untersuchen, wie lange die
Schüler die‘ Schule besucht haben, und ob aus der Länge
des Schulbesuches sich gewisse Anhaltspunkte für die Beurteilung
der hier interessierenden Frage sich gewinnen
lassen. Es wäre ja von Bedeutung gewesen, auch die Klasse, bis
zu welcher die Schule besucht worden ist, festzustellen — ausgehend
von der Ueberlegung, daß die oberen Klassen mit ihren gesteigerten
Ansprüchen an die Körper- und Geisteskräfte des einzelnen besonders
geeignet sein dürften, die Entwickelung der jungen Leute zu beein-Aussen.
Eine Auszählung der Zählkarten nach dieser Richtung
scheiterte aber an der zu verschiedenartigen Bezeichnung der Klassen,
50 daß davon Abstand genommen werden mußte. Es ist daher zunächst
nur das Lebensalter berücksichtigt. und sind zu diesem Zwecke