Full text : Ueber die Körperbeschaffenheit der zum einjährig-freiwilligen Dienst berechtigten Wehrpflichtigen Deutschlands

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Durchweg ‘stehen die aus Bayern Gebürtigen am ungünstigsten,
wenn auch die Unterschiede bei den Realgymnasiasten und Oberrealschülern
 den Preußen gegenüber nur gering sind. Die besten Tauglichkeitsverhältnisse
 weisen bis auf die Seminaristen die aus den
übrigen Staaten Stammenden auf,
Vergleicht man die einzelnen Schulen miteinander, so zeigen sie
bei den Preußen und Bayern die gleiche Reihenfolge, wie in der Gesamtsumme,
 nur bei den aus den übrigen Staaten Gebürtigen stehen
die Realschüler auffälligerweise am ungünstigsten, übertreffen aber
auch so noch recht erheblich die sämtlichen Schulen der anderen
beiden Staaten — mit Ausnahme der Seminare.
Worauf diese Abweichung beruht, ist schwer zu erklären.
Man konnte daran denken, daß wesentliche Unterschiede in der
Länge des Schulbesuches und in der Zwischenzeit dabei mitsprechen,
doch hat eine Auszählung nach dieser Richtung keine sicher verwertbaren
 Anhaltspunkte dafür angeben; es erübrigt sich daher auch
die Aufführung der diesbezüglichen Tabellen, welche im allgemeinen
die gleichen Verhältnisse erkennen lassen, wie wir sie für die Gesamtsumme
 festgestellt haben.

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Es bleibt noch übrig, zu untersuchen, ob hinsichtlich der
Häufigkeit der verschiedenen Körperfehler als Untauglichkeitsgrund
 bei den einzelnen Geburtsprovinzen oder -staaten
wesentliche Unterschiede zu verzeichnen sind.
Natürlich ist es nicht möglich, die Untauglichkeitsprozente für
alle Provinzen usw. und alle Krankheiten und Fehler zu berechnen,
da die absoluten Zahlen für manche Gebiete zu klein werden würden.
Es sind daher in der folgenden Tabelle (S. 71) nur für die 4 hauptsächlichsten
 Fehlergruppen die entsprechenden Zahlen gebracht.
Hinsichtlich der allgemeinen Schwächlichkeit und
schwachen Brust stehen die in Berlin Geborenen bei weitem am
ungünstigsten; es folgen die aus den Provinzen Posen, Schlesien und
den Hansestädten Gebürtigen. Die anderen Staaten und Provinzen
zeigen verhältnismßäig geringe Schwankungen um den Gesamtdurchschnitt,
 die wenigsten Schwächlichen haben Elsaß-Lothringen,
Oberfranken, Pommern, Ostpreußen und die Thüringischen Staaten
aufzuweisen.
Was die Krankheiten des Herzens und der großen Gefäße
 betrifft, so fallen sofort die hohen Untauglichkeitsziflern in
einem Teile der bayerischen Bezirke auf; auch das Königreich
            
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