Die Auswirkungen, welche diese Störungen in den
durch den Krieg verarmten Ländern hervorriefen,
führten in Deutschland zur Einschränkung von Zahlungen
ins Ausland und den sogenannten Stillhalteabkommen,
in den Ländern des agrarischen Balkanblocks zur
faktischen Insolvenz und zur Brechung ihrer Währungssysteme,
in Amerika und England zu großer Arbeitslosigkeit
und sozialen Erschütterungen.
Obwohl es klar war, daß eine Wandlung dieser Verhältnisse
nur im Wege einer internationalen Vereinbarung
herbeigeführt werden kann, konnte man doch auf
diesem Wege zu keinem Ziele gelangen, und zwar deshalb,
weil sich über die hiebei anzuwendenden Mittel
nicht einmal die volkswirtschaftlichen Fachleute von
Weltruf einigen konnten, um so weniger also die verhandelnden
Staaten. Ein Beweis dafür ist auch das Mißlingen
der letzten internationalen Wirtschaftskonferenz,
die im Jahre 1933 nach London einberufen wurde.
ll.
DIE THEORETISCHEN ANSCHAUUNGEN ÜBER
DIE KRISE.
Die geschilderten Krisenerscheinungen und ihre Ursachen
beurteilten die einzelnen nationalökonomischen
Fachleute sehr verschieden. Unter diesen Fachleuten ist
es unbestritten, daß die Krise in dem rapiden Sinken
der Weltpreise zum Ausdruck kam. Wie heftig die Weltpreise
sanken, zeigt sich deutlich am englischen Großhandelsindex,
der im Jahre 1920 in Gold 229 betrug, im
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