126 Drittes Kapitel: Technologie der einzelnen Sprengstoffe.
Sallhammer aus 2 em höhe darauf fällt; Gurdynamit bedarf
7 em Sallhöhe, Gelatinedynamit 17, Pikrinsäure 35, Trinitro—
toluol 57, Schießwolle, gepreßt, mit 15 Proz. Wasser, 85, Schwarz—
pulver, grobes 100, Petroklastit 150, Schießbaumwolle mit über
20 Proz. Wasser 180 em (Willhj.
Es gibt aber viel sensiblere Stoffe als Knallquecksilber, die
eben wegen ihrer übergroßen Empfindlichkeit von der Verwen—
dung als Sprengstoffe ausgeschlossen sind, wie dies ja auch für
das Knallquecksilber selbst zutrifft Unter Umständen würden aber
als Initialzündmittel solche Körper das Knallquecksilber wohl er—
setzen können. hierher gehören z. B. die Salze der Stickstoffwasser—
stoffsäure. C. Wöhler und Matter zeigten, daß zur Initiierung
von Pikrinsäure eine Minimalladung von 0,25 g Knallquedfsilber,
aber nur von 0,02 g Silberazid erforderlich ist. In C. Wöhler's
D. P. 196,824 (Franz. P. 387,640) werde solche Uzide, z. B. Blei—
azid Pb (N)ꝰ, für sich allein oder im Gemisch mit Trinitrotoluol
zur Füllung von Sprengkapseln beansprucht.
Die Vereinigung der Sprengkapsel mit der Zündschnur, ihre
Einführung in die Sprengladung und das Abtun des Schuffes
bilden den Gegenstand der Schieß- und Sprengtechnik und werden
nicht im Kahmen dieses Buches behandelt.
1) 3. gesamt. Schieß⸗ und Sprengstoffwesen 1, 209 (1906).