187 —
Collard, Utrecht. allg 27 9%
Tscherning. Kopenhagen. . 38
Anroy. Leyden, 3l
Kremer. Gröningen. n 32
Davidson, Aberdeen. » 12—16
Randall. Philadelphia. „ 10
Cranicean. Budapest. Med. 30
Auf deutschen Universitäten sind die Zahlen auffallend hoch;
die Reihenfolge der Fakultäten ist etwa Juristen, Mediziner, Theologen
und Philologen, Philosophen. Auf fremden Universitäten sind
die Zahlen erheblich günstiger und besonders England, Amerika
stehen mit ihrem akademischen Sport besonders gut. Schon Donders
hat ernst auf die progressive Myopie der Studenten hingewiesen und
zum Einschreiten aufgefordert, er verlangt fortlaufende Statistiken
über Augenfehler derselben Studenten bis zum Ende des Studiums
zum Zwecke des Vergleiches.
So erweist sich immer wieder erhöhte geistige Anstrengung als
den Augen besonders schädlich, wenn es dauernd fortgeht und dem
Sehorgan keine Ruhe gegönnt wird; ja temporäre Ueberbürdung steigert
die Myopie graduell, wie Cohn feststellen konnte. Er fand .bei
Medizinern vor dem tentamen physicum 52%, nach demselben 64 %,,
und spricht von einer Examensmyopie, wie sie sich nicht bloß in
Examen der Staatslaufbahnen, sondern auch bei Abiturientenexamen,
Seminaristenexamen geltend macht. Tscherning!) stellte bei Rekruten
in Kopenhagen Vergleiche an durch Augenuntersuchungen,
rechnete freilich erst die Myopnie von mehr als 2 Diomptr.
Studenten . .
Studierte Leute .
Komptoristen ,
Beamte, Künstler . .
Handwerker, grobe Arbeiter
» feine Arbeiter
Banern, Fischer, Seeleute
38 9
32
16,
3
Do
y
ZB
Man ersieht an den Zahlen, wie die Beamten und der Kaufmannstand
sowie die Künstler, welche ja auch fast alle Berechtigung zum
einjährig-freiwilligen Dienst oder eine gleichstehende Schulbildung genossen
haben, schon bedeutend günstiger stehen als die Studenten,
durchschnittlich 14,5% gegen 35 %.
Dieser Tatsache, daß die Studierenden ihre Augen durch andauernde
Naharbeit verderben können, entspricht die Beobachtung,
1) Tscherning, Studien über die Aetiologie der Myopie. Archiv für
Ophthalm. Ba. 29. S. 201.