Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

VJC

DEUTSCHLAND.  —  Sociale,  Gewerbs-  und  Handelsverhältnisse.  213

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Im  J.  18b2  lieferten  zur  Production  —  Centner:

Steinkohlen
l’reussen  .  2(>r767,816

Sachsen
Hannover.
Bayern
Kurhessen
l’hüringen
Baden  .  .

34*621,43«
7*206,759
4*424,402
2*833,239
484,369
187.519

Braunkohlen
Preussen  .  76*140,999
7*672,903

Sachsen  .
Anhalt  .
Thüringen
Kurhessen

Eisenerze
Preussen  24*277,240
Luxemburg
Nassau  .  .
Hannover  .
Bayern  .  .
Sachsen.  .
Württerabg
Gr.  Hessen

7*890,000
5*352,946
2*370,387
1*032,957
1*002,199
540,542
590,594

6*815,907
3*466,424
2*524,660
Braunschweig  2*388,352
Nassau  .  .  1*019,651
¡  Bayern  .  911,403
I  Gr.  Hessen  639,371
j  Hannover  .  108,314
Die  Zahl  der  Hütten  war  1699,  das  Productionsquantum  29*891,099
Cntr.,  Geldwerth  96*925,638  Thlr.  —  Es  waren  darunter:  Roheisen  in
Gänzen  und  Masseln  12*682,410  Zollctr.,  Rohstahleisen  231,454,  Gusswaaren
  unmittelbar  aus  Erzen  1*013,131,  Gusswaaren  aus  Roheisen
2*638,574,  Stab-und  gewalztes  Eisen  8*263,465,  Eisenblech  1*056,357,
Eisendraht  560,084,  endlich  Stahl  818,327  Zollctr.—  Dem  Geldwerthe
nach  steht  die  Production  von  Stabeisen  und  gewalztem  Eisen  mit
29*956,1  33  Thlr.  am  höchsten;  es  folgt  Roheisen  in  Gänzen  und  Masseln ­
  mit  16*533,382  Thlr.,  Gusswaaren  aus  Roheisen  mit  9*785,019,
Eisenblech  5*190,139,  Silber  (127,971  Pfd.)  mit  3*794,772  Thlr.  An
Gold  wurden  19  Pfd.  (10  Pfund  in  Sachsen  und  9  Pfund  auf  den  hannoverisch ­
  -  braunschweigischen  Communion  -  Bezirken)  gewonnen.  —  Der
Salinen  betrieb  weist  ein  Quantum  von  überhaupt  7*857,652  Cntr.
gegen  6*580,593  Cntr.  in  i860  auf.  In  der  Hauptsumme  ergibt  die  Tabelle ­
  für  Gruben,  Hütten  und  Salinen  :  6615  Werke,  509*432,088  Cntr.,
146*439,539  Thlr.  Werth  (wobei  jedoch  der  Geldwerth  der  Erze  doppelt ­
  aufgeführt  ist,  bei  den  Gruben  und  den  Hütten)  und  264,482  Arbeiter. ­
  Von  letzteren  wurden  in  I860  nur  250,187  gezählt.
Gewerbsindustrie.  Wir  entnehmen  der  vom  Centralbureau  des  Zollvereins ­
  gefertigten  Hauptzusammenstellung  der  desfallsigen  Ergebnisse
der  Aufnahme  von  1861  folgende  Daten;
a.  Maschinen  Spinnerei  u.  Zwirnerei:  223  Handkämmereien,  Leistenspinnereien ­
  und  Haarspinnereien,  1777  Streichgarn-  und  llalbwollgarniVigogne-)
  Spinnereien  mit  1*117,862  Feinspindeln,  146  Kammgarnspinnereien
mif.  M  Ci.l  Ol  ti  U,  f  1  ^  ^

bereitungsanstalten,  38  Flachs-,  Hanf-  und  Wergspinnereien  mit  78,064  Feinspindeln ­
  für  Flachsgarn,  396  für  Hanfgarn  und  56,032  Feinspindeln  für  Wergi^rn,
  419  Fabriken  für  Zwirn-,  Strick-,  Stick-  und  Nähgarn  aus  Wolle,  Baumwolle ­
  und  Ivcinen.
b.  Weberei,  Zeug-  und  Bandwaarenmanufactur:  1067  Tuchfabriken ­
  mit  2592  Maschinenstühlen  ,  622  Fahr,  für  andere  wollene  und  halbwollene ­
  Zeuge  (ausschliesslich  Shawls  und  Teppiche)  mit  3655  Maschinenstühlen,
1072  Walkmühlen,  940  Fahr,  für  baumwollene  und  halbbaumwollene  Zeuge
mit  23,491  Maschinenstühlen,  301  Fabriken  für  leinene  Zeuge  mit  350,  und  314
Fahr,  für  Seiden-,  Sammt-,  Seidenband-  und  Sammtbandwaaren  mit  1270  Maschinenstühlen, ­
  60  Shawlsfabriken  mit  867  Maschinen-  und  1229  Handstühlen,
45  Teppichfabriken  mit  250  Maschinen-  und  293  Handstühlen,  354  Fahr,  für
Bänder,  Idtzen,  Posamentirwaaren  (jedoch  ohne  die  in  Seide  und  als  leonische
triebs  im  Zollvereine  für  das  Jahr  1862.«  'Diese  Tabellen  sind  so  ungeschickt
und  so  wenig  übersichtlich  als  möglich  gedruckt.)

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