Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Sociale,  Gewerbs-  und  HandebverháltnisBe  219

curirt  seien,  und  diese  im  Mittel  nicht  unter  1500  Thlr.,  so  ergäben
sich  für  Deutschland  (ohne  die  Schweizer  Anstalt)  nur  etwa  200,000
Versicherte  mit  250  Mill.  Thlr.  —  Indess  findet  eine  sehr  rasche  Zunahme ­
  statt.  —  Anfangs  1862  gab  es  in  Deutschland  —  Lebens-  und
Rent  en  Versicherungsanstalten  zusammengenommen  (die  erste  der  letztbezeichneten
  1825  zu  Wien  gegründet)  —  40  solcher  Institute,  wovon
14  Actien-,  5  gemischte  und  21  Gegenseitigkeitsgesellschaften.  Von  der
Gesammtzahl  kommen  auf  Oesterreich  11,  Preussen  9,  K.  Sachsen  4,
Hannover  3,  Württemberg  u.  Frankfurt  je  2,  Bayern,  Baden,  Kurhessen, ­
  Grossh.  Hessen,  Mecklenburg,  Braunschweig,  Gotha,  Hamburg,
Lübeck  je  1.
Genossenschaften  (auf  Selbsthilfe  beruhend,  nach  Schulze-Delitzsch).
Ende  1863  waren  speciell  nachgewiesen;  662  Vorschuss-und  Creditvereine,
  172  RohstofiF-Genossenschaften,  66  Consumvereine,  zus.  900;  die
nichtangemeldeten  eingerechnet,  dürfte  die  Zahl  1150  betragen.  Der
gesammte  Jahresverkehr  wird  auf  40  Mill.  Thlr.  veranschlagt,  die  Mitgliederzahl ­
  auf  200,000.

Deutsche  Handelsflotte,  anfangs  1863  :
Segelschiffe  mit  Tonnen  Dampfer  mit  Tonn.  Bemann.
Deutsch-Oesterreich  (etwa)  2,500  250,WO  50  18,000  14,000

Preussen  1,39«  364,620  24  3,300  9,000
Hannover  924  123,378  1  ...  3,600
Mecklenburg  417  145,368  ...  .  .  .*  ...
Schlesw.-Holstein  .  .  .  2,619  130,460  19  1,071  7,000
Oldenburg  637  88,140  2,800
Hamburg  514  222,129  22  17,637  6,000
Bremen  292  186,716  10  19,608  3,000
Lübeck  41  13,091  14  ...  500
Zusammen  9,340  1'529,902  Î4Ô  59,616  46,000
Dazu  die  Dampfer  ...  140  59,616  —  —  —
Flussschiffe  .  .  .  .  .  20,000  1’000,000  250  —  60,000

Von  den  einzelnen  Flfissen  ist  der  Rhein  für  die  Schifffahrt  am  bedeutendsten, ­
  obwohl  die  letzte  nicht  nur  die  Concurrenz  der  Eisenbahnen  zu  bestehen ­
  hat,  sondern  durch  Flusszölle  (das  sog.  Rheinoctroi)  auch  noch  bedrückt
wird.  1857  befuhren  den  Strom  und  dessen  Nebenflüsse  96  Dampfschiffe  (wovon ­
  46  auch  für  Personenbeförderung),  mit  einer  l’ferdekraft  von  13,769,  und
sammt  154  Anhängen  mit  954,526  Ctr.  Ladungstähigkeit.  Die  Zahl  der  Segelschifle
  beläuft  sich  mit  Anschluss  der  niederländischen  auf  888  für  den  Rhein
und  auf  1694  für  die  Nebenflüsse,  zus.  auf  2582.  1862  wurden  bei  den  Hauptrheinzollämtern ­
  abgefertigt  :

zu  Berg

zu  Thal

Mainz
Goblenz  .
I'obith

Schiffe

5,569
12,099
3,550

Wirkl.
Ladung
Cntr.
11'768,535
15'175,386
«’928,838

dav.  durch
Dampfer
Cntr.
3’541,143
14’961,380
«’523,504

Schiffe
9,031
13,440
7,393

Wirkl.  dav.  durch
Ladung  Dampfer
Cntr.  Cntr.
5'976,751  1'082,873
10’359,806  824,481
18’347,662  2’012,735

Hierbei  sind  die  T  lusse  nicht  einbegritfen.  Deren  passirten  661  Neuburg,
«57  Mannheim,  895  Mainz,  die  letzten  allein  458,281  Cuhikmeter  oder  4'801,618
Uentner  enthaltend.  —  Steinkohlen  wurden  ferner  (18(î2;  auf  dem  Rhein  versendet ­
  17*965,(>80  Cntr.  —  Den  Verkehr  auf  den  Nebenflüssen  des  Rheins
bezeichnen  folg.  Notizen  von  1862.  Es  passirten  :

')  Unter  den  Segelschiffen  einbegriffen.
            
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