Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Der  Rheinbund.

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(Im  fcestphälischen  Kreise  :)
Coin,  ohne  Gebiet,  mit  40,000  Einw.
Aachen,  mit  18  Dörfern,  die  Stadt  mit
25,000  Einw.
[Im  nieiler-slichsischen  Kreise:)
Mühlhausen,  mit  4  Q.-M.

Nordhausen  mit  1  */*  Q.-M.
I  Goslar.
I  Bremen,  mit3Q,.-M.  und40,000Mnsch.
Lübeck  -  3%  -  -  30,000  -
Hamburg-  4  -  -  100.000

Der  Rheinband
in  seinem  Bestände  von  1812.

Deutschland  war  als  solches  verschwunden:  alle  Mittel-  und
Kleinstaaten  gehörten  dem  »Rheinbunde«  an,  Frankreich  hatte  grosse
Gebiete  an  sich  gerissen  ;  das  linke  Rheinufer,  die  Ems-,  Weser-  und
ElbmOndungen.  Oesterreich,  verkleinert  bis  zu  9900  Q.-M.  mit  etwa
20  Mill.  Menschen,  und  Preussen,  zusammengeschmolzen  auf  2870  Q.-M.
  mit  4*/g  Mill.  Bew.,  besessen  den  Rest  des  ehemaligen  Reiches.

Vom  jetzigen  Bundesgebiete  waren  einverleibt  :
Frankreich  unmittelbar  1785  Q.-M.,  mittelbar  (unter  franz.
Verwaltung:  Triest,  Schwed.  Pommern,  Erfurt  etc.)  185  =  .  1,070  Q.-M.
dem  Königreiche  Italien  (Südtirol)  180
den  Rheinbundstaaten  etwa  5,500
dem  dänischen  Staate  (Holstein)  154
Sonach  unmittelbar  oder  mittelbar  unter  Frankreich  .  .  7,800
dem  österreichischen  Staate  2,450
dem  preussischen  Staate  1,075

Abschluss  des  Rheinbundsvertrags  zu  Paris  am  12.  Juli  1806.
Die  ursprünglich  beigetretenen  Staaten  sind  unten  mit  j  bezeichnet, ­
  bei  den  übrigen  ist  die  Zeit  des  Beitritts  angegeben.)  Die  anfänglichen ­
  Theilnehmer  verpflichteten  sich,  zu  einer  franz.  Armee  von  200,000
M.  ein  Contingent  von  63,000  zu  stellen,  welche  Zahl  später,  in  Folge
weiterer  Zutritte,  auf  119,180  M.  an  wuchs.  Im  Jahre  1809  umfasste
der  Rheinbund  ein  Gebiet  von  5,977  Q.-M.  und  14’320,000  Menschen.
Nachdem  Napoleon  einen  Theil  von  Westphalen,  dann  Oldenburg  und
Ahremberg  mit  Frankreich  vereinigt  hatte,  war  der  Umfang  noch  5,384
Q  -Meil.,  die  Volkszahl  13’475,000.

t  8.
9.
+  10.
V  11.
t  12.
T  13.
f  14.
+  15.
t  10.
t  17.
t  18.

Staaten
(Zeit  ihres  Beitritte«  zum  Ulieinbiiiide.)
Bayern,  Königreich  über
Westfalen,  Königr.  nach  d.  Jenaer  Schlacht)
Sachsen,  Königreich  (11.  Dec.  1800)
Württemberg,  Königreich  .  .
Frankfurt,  Grossherzogthum  .
Berg,  Grossherzogthum  .  .
Baden,  Grossherzogthum  .  .
Hessen,  Grossherzogthum
Würzburg,  Grossherzogthum  (3.  Oct.  1800)
Nassau-Usingen,  Herzogthum  |
Nassau-Weilburg  -  )  '  '  '  '
Hohenzollern-Hechingen,  Fürstenthum  .
Hohenzollern-Sigmaringen
Salm-Salm  -  )
Salm-Kyrburg  -  |
Isenburg-Birstein
IJechtenstein
licyen

Q.-H.  Volkssahl

1,700
825
090
354
95
315
278
160
78

5
20
29
15
2

3’700,000
2’200,000
2'100,000
1’350,(K»0
302.000
880.000
980.000
000,000
258.000

80  280,000

14.000
38.000
55.000
40.000
5,000)

Contingent ­

30.000
25.000
20.000
12,000
5.000
8.000
4.000
2.000
            
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