Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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DEUTSCHLAND.  —  Baden  (Finanzen).

Einnahme  Ausgabe
I.  Postverwaltung  1’734,961  1’372,170
II.  Eisenbahnbetriebsverwaltung  8’552,101  5’285,616
III.  Bodenseedampfschifffahrtsverwaltung  .  126,872  116,341
IV.  Vom  Antheil  an  der  Main-Neckareisenbahn  118,730  —
V.  Eisenbahnbauverwaltung  —  9’131,010
VT.  Eisenbahnschuldentilgungscasse  ....  14’164,156  14’164,156

Lässt  man  auch  die  beiden  letzten  Positionen,  mit  Ausnahme  der
Zinsen  für  die  Eisenbahnschuld,  dann  aber  auch  im  Netto  die  aus  dem
Grundstock  entnommene  Summe  ganz  ausser  Ansatz,  so  stellt  sich  das
gesammte  bad.  Staatsbudget  auf  30’533,044  fl.  brutto  oder  17’783,669
fl.  netto  Einnahme  und  1  fl’822,364  fl.  Ausgabe.
Der  Aufwand  für  Militär,  1833  erst  1’494,798,  war  1848
3’521,466,  1849  3’404,391  ;  1859  (Kriegsbereitschaft)  wurde  der  Budgetsatz ­
  von  2  522,920  fl.  um  2’932,205  überschritten.
Das  Generalcataster  für  1863  wies  nach:  Grund-  undGefällsteuercapitalien
  541,240,454  fl.,  Häusersteuercap.  194’331,625,  Gewerbsteuercap.
  20fl’081,095  (bei  letzter  Position  135’9fl0,875  fl.  Steuercap.
vom  persönl.  Verdienst,  52’885,445  Betriebscap.,  1  fl'234,775  für  Gehülfen),Classensteuercap.37’435,410
  (Capitalsteuercap.  gegen  210  Mill.).
—  Die  Steuer  ist  bei  Aeckern  und  Häusern  zu  19,  bei  Gewerben  und  in
der  Classensteuer  zu  23  Krzr.  für  100  fl.  Capital  bestimmt.  —  Ein  besonderes ­
  Budget  besteht  auch  noch  für  die  Badanstalten,  worin  der  Pachtzins ­
  des  Spielpächters  von  Baden-Baden  mit  314,067  fl.  die  Hauptsumme
bildet.
Der  Betriebsfonds  der  verschiedenen  Staatsanstalten  und  Cassen  ist

zu  4’486,900  fl.  festgesetzt.
Unter  den  oben  aufgeführten  Zinsen  sind  die  der  Eisenbahnschuld
nicht  einbegriffen.  Dieselben  betragen  2’9  11,734  fl.  —  Die  Eisenbahnen ­
  ertrugen  rein  :  1860  5,37  %;  1861  6,14;  1862  4,88%.

Geschichtliche  Notizen,  ln  den  Finanzgesetzen  sind  die  Nettoeinnahmen ­
  folgendermassen  veranschlagt  :

1825  7’231,00(»
1835  8’419,000
1845  9’864,000

1846  10’387,000
1848  1()’714,000
1849  10’450,000

1851  9’465,000
1857  10’477,6t)6
1861  11’181,397

Kosten  der  Revolutionsunterdrückung  von  1  849  :  Verlust  der  Staatscasse
  fl.  2’988,115,  Forderung  Preussens  4’575,952,  Verlust  der  Gemeinden ­
  über  3’000,000,  zusammen  10’564,067.
In  den  Kammerverhandlungen  von  1856  wurden  die  Kosten  der  preuss.
Hülfe  zu  3’281,284  fl.  angegeben,  wovon  3’002,275  durch  Umlagen  der  Gemeinden ­
  gedeckt.  Durch  Uebereinkommen  mit  vielen  einzelnen  Betheiligten  wusste
der  Fiscus  ansehnliche  Summen  ersetzt  zu  bekommen.
Schuld  am  1.  Januar  1863:

1.  Allgemeine  Staatsschuld:

a.  unverzinslich:  an  den  Domänengrundstock  12  Mill.  ;  Papiergeld ­
  3  Mill.  ;  andere  unverz.  Posten  849,446,  zus.  .  .  fl.  15’849,446
b.  verzinslich,  an  Privatgläubiger,  Depositen,  Cautionen  etc.  -  23’999,558
Zusammen  39’849,004
II,  Eisenbahnschuld  .  ^  68’27ü,507
Total  108’119,511

Der  Werth  der  Domänengüter,  50,000  Morgen,  und  der  Forsten,,
            
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