Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND. — Schleswig-Holstein und Lauenburg (Finanzen). 283 
3) von den Activen d. Staats- 
casse 
“1) vom Postwesen. . . . 
5) vom Telegraphenwesen . 
die Ausgaben : 
1) Civilliste 
in Holstein in Schleswig 
25,900 Mrk.—SchiU. 154,130 Mrk. 6 Schill. 
539,000 - — - 536,900 - — _ 
63,200 - — - — 
9*000,750Mrk.—Schill. 6’987,408Mrk. 10Schill. 
2) Apanagen 135,750 
3) Landesregierung . . 150,062 
•1) Bundesausgaben . . . 220,000 
3) Justizwesen 152,290 
*>) Geistliche u. Unterrichts 
anstalten 297,900 
”) Innere Verwaltung . . 1*017,554 
Verwaltung d. Finanzen 3*996,452 
3) Kriegswesen .... — 
4 
12 
8 
130,000 
101,975 
298,116 
1*056,911 
3*387,221 
6 - 
6 - 
3 - 
5*960,000 Mrk.—Schill. 4*974,224 Mrk. 6 Schill. 
Es ergibt sich demnach eine Gesammteinnahme beider Herzogthü- 
^Gr von 15’9bS,24S Mrk. 10 Schill, und eine Gesammtausgabe von 
1^*934,224 Mrk. 6 Schill., mithin ein Ueberschuss von 5*054,024 M. 
4 Sch., wovon c. 3*/* Mill. M. zur Erhaltung eines bundesmässigen 
Contingents erforderlich sein werden, also 2*/* Mill. M. für die Civil- 
liste, die Marine, die nothwendigen ausserordentlichen Anschafiungen 
ond die Verzinsung der zu übernehmenden Schuld übrigbleiben. 
Lauen bürg musste, wie bemerkt, bisher seinen ganzen Geber- 
Schuss in die gemeinsame Casse abliefern. Nach dem Budget pro lS**/e6 
beträgt die Einnahme 404,643 Thlr. L.-M. und die Ausgabe für die 
Localverwaltung 233,646 Thlr. L.-M., mithin der Geberschuss 170,997 
'4'hlr. L.-M.») 
Die Schuld derHerzogthümer Schleswig-Holstein, wesentlich aus 
dem Kriege von 1848 herstammend, beträgt c. 21*/, Mill. M. Dazu 
kommt der Antheil von der gemeinsamen Staatsschuld mit 29 Mill, 
dän. s 21 Vereinsthaler, sowie die Entschädigung für die Kriegs 
kosten. — Lauenburg hat neben seimmi Antheil an der gemeinschaft- 
bchen Schuld ebenfalls noch eine besondere, die aber von den Land 
ständen selbst verwaltet und aus landschaftlicher Casse verzinst wird.»*) 
Betrug ist indess nicht bedeutend).*** 
^•^00(1 (von den indireoten Steuern kommen in Abzug die an das oldenburgi- 
he hürsteijthum Lübeck, an Hamburg und Lübeck zu zahlenden Aversional- 
Utiimen von 148,000 M.), Stempelpapier 250^000 M., Abgaben von Erbschaften 
• Eigenthumsübertragungen 260,000. 5) Einnahmen von Activen der Staats- 
asse 25,900. (») Post 539,600. 7) Telegraphen 63,200. Summe sämmtlicher 
unnahmen 9,000,750 M — Im Einnahmebudget von Schleswig erscheinen 
• & : Landesabgahen 1*296,000, directe Steuern 1*947,598, indirecte 2*086,000, 
empei 160,000, Erbschaftsabgaben u. Eigenthumsübertragungen 180,000 M. 
*) Nach einer vorliegenden Notiz, deren Richtigkeit wir allerdings nicht 
ÍÜ vermögen, betragen die Domänengüter über 16,000, die Waldungen 
Oer 50,000 Morgen. Erste liefern einen Bruttoertrag von 50,000 Thlr., wovon 
Oer die Verwaltungskosten etc. einen sehr bedeutenden Th eil hinwegnehmen ; 
^gGgen wird der Reinertrag der Forsten auf etwa 100,000 Thlr. geschätzt. 
») Ende 1847 ward dieselbe zu 427,300, 1851 nur noch zu 307,300 Thlr. 
angegeben. 
*») Die schlesw.-holsteinische Armee zählte am 1. Jan. 1850:
	        
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