GROSSBllITAXIEN. — Finanzen in früherer Zeit.
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'M hgten Credit bei Zoll und Accise. Darnach muss man erstaunen über
le Wohlfeilheit der eigentlichen Finanzverwaltung. Dies ist dadurch
wir t, dass das gesammte Cassen wesen nicht bureaucratisch, sondern
au männisch betrieben wird, und der Bank von England gegen geringe
Provision übertragen ist.
. erwähnen ist noch, dass die Geistlichkeit der Hochkirche aus
1 ren \ielen und grossen Gütern enorme Einkünfte bezieht. Sie geniesst
ein viel grösseres Einkommen, als selbst die spanische Geistlichkeit
jemals besass.
Staatsbedarf in früherer Zeit. Im Jahre 16S5 betrugen die Staats-
Einkünfte ungefähr l’400,0()0 £. Dazu lieferten: Accise 555,000,
Zoll 530,000, Kaminsteuer 200,000. Der Rest floss aus den Domänen,
dem (noch nicht an die Geistlichkeit abgetretenen) Zehnten, den Herzog-
thilmern Cornwall und Lancaster, und den Geldstrafen. — Was die
Ausgaben betrifft, so würde die Schuld etwa 50,000 £ jährlich er
fordert haben, allein dieser Posten ward nicht bezahlt. Die Kriegsmacht
sammen 730,000 fi^^I^viEl^tln^lalJTmr^Z^lse 2
wenig; das meiste davon ward durch die Städte oder aus Strafen ge-
deckt. Die diplomatischen Ausgaben erforderten höchstens 20,000 £.
AUein neben der Hofverschwendung versclilangen Günstlinge ungeheuere
Summen. Der Herzog v. Ormond bezog jährlich 22,000, der Herzog
V. Buckingham 10,600 £. Monk hinterliess ein Jahreseinkommen aus
seinen vom Staate erhaltenen Gütern von 15,000 Jü; ausserdem 60,000
'mm J Krzbischof (im Vergleiche zu später, erst)
oOOO A. (s. Macaulay, hxstory of England). — Im Jahre 1700 betrug
der Staatsaufwand 7 Mill., - eine für ungeheuer gehaltene Summe.
} ff ''^^Gn noch enormer geworden. Marlborough
hatte jährl o4 S2o, seine Frau 0500 £, ungerechnet den Ertrag der
Ihnen geschenkten Domänen (Blenheim etc.). - Nach dem Normativ
^ jeder Gesandte in h rankreich, Spanien und beim deut-
hen Kaiser 100 L täglich, und 1500 £ jährlich für Equipage; die
irp/l ’ Holland, Schweden etc. Ui £ täglich und 1000 £ Pferde-
wurden oft Jahre lang nicht ausbezahlt.
schlug ^""^^^^Gich erheischten grössere Summen. 1707
7 Mill T der assessed taxes vor, deren Ertrag er auf
. ' ‘ ^ "lehr, denn diese Zunahme ging ihm zu langsam;
can rag c u. a. eine Einkommensteuer ; es handelte sich darum, die
StaatsemkOnfle um 40 l'roe. zu vermehren. Indes, betrug die kin-
jär de!^'v‘ ' »Chon Sh'COO.OOO, lb05 (letztes