Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DÄNEMARK. — Finanzen. 
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Die wirkliche Abrechnung für ergab" 
Einnahme 
1) gemeinsamer Etat der Monarchie .... 15M23,74‘J 
2) - - Dänemark’su. Schleswig’s 53,258 
3) Specialetat für Dänemark 11’294,379 
4) - - Schleswig 1*531,979 
5, - - Holstein l’&67,119 
Ausgabe 
15’1*23,748 
53,258 
7*593,114 
1*288,053 
1*002,790 
Der Ueberschuss in den Specialbudgets ward den betr. Landes- 
theilen gutgeschrieben auf ihren schuldigen Beitrag zur Deckung der all 
gemeinen Bedürfnisse. — Augenscheinlich standen sich die Herzog- 
thümer bei dieser Einrichtung viel übler als das eigentliche Königreich. 
Das Missverhältniss ward besonders durch das Verfahren bezüglich der 
Domänen gesteigert. Bei der Repartition der Beiträge zu den Gesammt- 
lasten ward nemlich auf die völlig ungleichen Leistungen der verschie 
denen Landestheile an Domanialeinkünften gar keine Rücksicht ge 
nommen. So ertrugen die Domänen 1S®%5 folgende Summen, während, 
wenn diese Einkünfte nicht vorhanden gewesen, nach Maassgabe der 
Bevölkerung, die weiter beigesetzten Beträge durch Steuern hätten auf 
gebracht werden müssen : 
wirkl. Ertrag sollte aufbringen 
• Königreich 310,252 1*035,000 Thlr. 
Holstein 072,011 390,750 
Schleswig 730,052 293,250 
Die Civilliste ward im Dec. 1803 zu 630,000 Thlr. für die ganze 
Monarchie bestimmt, die Apanage für den Kronprinzen zu 25,000. 
Während nun wegen der bisherigen allgemeinen Bedürfnisse 
erst noch Bestimmung zu treffen ist, wurde im October 1864 dem Fol- 
kething ein Specialbudget des Königreichs für das Finanzjahr 18®%, 
vorgelegt, mit folgenden wesentlichen Daten: Einnahmen 8’722,301 
Thlr., ncmlich: directe Steuern 4*034,125, indirecte Abgaben 1*382,150, 
isländische und färörische Intraden 57,714, verschied. Einn. 3*248,212. 
Ausgaben 6*161,281 , nemlich: Reichstag 60,000, Ministerium des 
Innern 3*779,853, Justizministerium 989,398, für Kirchen und Unter 
richtswesen 395,999 (ausser den besonderen Fonds dieses Ministeriums), 
besondere Staatsschuld des Königr. 468,000, besonderes Pensionsarchiv 
169,250, andere und ausserord. Staatsausgaben 298,780 Thlr. Hierzu 
kommt noch der Antheil des Königr. an den gemeinschaftl. Ausgaben. 
Schuld. Nach der Staatsrechnung von 18^%, betrug die gemein 
same Schuld am 31. März 1863 95*734,337 Thlr. Hievon haben die 
Elbherzogthümer zufolge des Friedensvertrags 29 Mill, zu übernehmen, 
bleiben Thlr. üü’734,337 
Anfangs Januar 1864 ward mit Hambro u. Söhne in London ein 
5proc. Anlehen von 1*200,600 nominal im Curse von 93 ab 
geschlossen 10*550,000 
Im Nov. 1864 kam dazu ein mit Raphael u.Söhne in London abge 
schlossenes weiteres 5 proc. Anlenen von 728,000 für welches 
die noch ausstehenden 25 Raten (à 39,561 jf) der Ablösung des 
Sundzolls durch Russland (zusammen mit 989,000 .¿"i verpfändet 
wurden ; emittirt zu 94*/, : . . . 6*400,000 
Zusammen Schuld 83*684,337 
Durch das letzte Anlehen sollte u. a. die im Juni 1864 geschaffene 
schwebende Schuld von 6 Mill. Thlr. ( Credit scheine ) wieder getilgt
	        
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