Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

GKOSSBRIïANIEN. — Militar Landmacht). 
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T)as 1 OOste Reg. besteht aus Canadiern. — Sodann 1 Scharfschützen 
brigade (Riflemen) von 4 Bataill. und etwa 2000 M. 
B. Cavalierie : 2 Reg. Leibgarde, 1 Reg. Reitergarde (»die 
Blauen«), 7 Reg. Dragonergarden Dragoon-Guards) ; — sodann IS ge- 
wöhnl. Reiter-Regimenter, worunter schwere und leichte Dragoner, Hu 
saren und Lanciers. Die Regimenter meistens mit % — 4 Schwadronen 
oder 6 S Compagnien, und 300 — 700 M. Die Reiterei ist verhältniss- 
mässig sehr zahlreich, und beträgt etwa Vs des Heeres. 
C. Artillerie {Ordnance), in Grossbritanien ganz getrennt ver- 
w altet von der gesammtcn übrigen Armee, eingetheilt in 2 Reg. reitende 
und 2 Fuss-Artill. ; 2 Reg. Ingenieurs, 2 Reg. Train. (Nach anderer 
Angabe; 10 reitende, 50 Feld- und 72 Küstenbatterien.) 
D. Colonialtruppen: 9 Corps, meistens Eingeborene der betr. 
(’olonien und von denselben unterhalten, nemlich : 4 Negerregimenter in 
Westindien, 1 Reg. Ceylonjäger (Riflemen) , 1 Reg. Canadische Jäger, 
1 Reg. auf St. Helena (Freiwillige aus engl. Regimentern), 1 Reg Fen- 
cibles auf Malta; Corps berittener Jäger auf dem Cap (zum Theil Hot 
tentotten) ; 1 Compagnie New-Foundland-Veteranen ; Artill. auf der 
Goldküste, Veteranen auf d. Falklandsins..— zusammen etwa 8000 M. 
E. Heer in Ostindien. Im J. 1858 befanden sich daselbst 
i)8 europäische Infanterie- und 11 Cavallerie-Regim., sammt Artillerie. 
Dazu die einheimischen Truppen, in der Regel auf 3 Jahre geworben 
und von englischen und eingeborenen Offleieren befehligt, welche letzten 
jedoch nicht über den Hauptmannsrang steigen können und selbst in 
diesem Grade den Lieutenants aus Europa untergeordnet sind. Die 
Zahl der eingebornen Soldaten betrug vor dem grossen Aufstande über 
00,000 in 155 Infant.- und 21 Cavallerie - Regimentern, ausserdem 
48,000 Mannirreguläre. — 1804 ist die Stärke 72,084 Europäer (53,000 
Cav., 14,000 Art.) und 111,112 M. Eingeborene (letzte in 
lob Reg.). — Die unterworfenen Fürsten in Ostindien sind zur Stellung 
\on etwa 40,0(10 Mann Hülfstruppen verpflichtet. 
, ^ ' Yeomanry, berittene Gutsbesitzer, etwa 14,000. Die jährl. 
ebungen dauern lo — 14 Tage. Jedes Mitglied erhält jährl. 3 X, für 
niform u. Sold während der Debung, und ist von der Pferdesteuer frei. 
P . ])iGselbe wird in Kriegszeiten aufgeboten. Sie besteht 
aus reiwilligen, kann aber durch Conscription ergänzt werden. Wäh- 
vlr .7®, wollte man sie auf 120,000 Mann bringen, doch 
ge IC . Indess erhält man die Einrichtung fort, und besitzt 114,000 
Mann in 15o Reg. auf dem Papiere. 
. (Volunteers). Im J. 1859 begann man die Bil- 
^ ^ ^ ^^ Y KG nc orp s. Die Staatscasse übernahm einen 
1 heil der Kosten. Die Einrichtung nahm einen raschen Aufschwung in 
England und Schottland (in Irland bestehen sie nicht) ; jeder grössere Ort 
hat seine hreiwiUigen. 
Die Gesammtstärke der engl. Militärmacht beträgt nach den 
Budgetetats für 1 8®*/e5 :
	        
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