Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

22

GKOSSBRITANIEX.  —  Militär  (Landmacht).

Infanterie:  13,000  Garden  ,  135,000  Linie  =  Ns,000
Cavallerie  :  1300  Elite,  10,000  Linie  =  17,300
Artillerie:  2s,000  zu  Eu.ss,  5000  zu  Pferd,  4700  Genie  =  .  .  37,700
Train:  3500,  Commissariat  4.500,  Colonialtruppen  SOOO  =  10,000
Gesammtsumme  210,000

(Hievon  13(5,307  in  Europa  und  den  gewöhnl.  Colonien,  72.6S4  in
Indien,  0347  in  den  europ.  Depot.s  der  indischen  Armee.)

Festungen.  Portsmouth,  Plymouth,Falmouth,  Yarmouth,  Southampton. ­
  Castelle  zu  Dover,  Dumbarton  und  Edinburgh:  im  Mittelmeere; ­
  Gibraltar,  Malta;  in  der  Nordsee  Helgoland.  In  der  Neuzeit
viele  Verbesserungen  der  Küstenbefestigung  mit  grossem  Kostenaufwande.
Kriegsgeschichtliche  Notizen.  Der  englische  Armeestand
betrug  1715  etwas  mehr  als  1  0,000  M.,  etwa  550,000  .£  kostend;  es  befanden ­
  sich  aber  blos  0000  M.  in  der  Heimath.  history  of  Engl.)
—  Der  siebenjährige,  der  nordamerikanische  und  die  spätem  Kriege  bedingten ­
  die  Vermehrung  des  Heeres.
Beim  Beginne  des  grossen  Krieges,  1702,  hatte  man  (50—70,000  M.  ;
20,000  davon  wurden  nach  den  Niederlanden  gesendet.  1  704  erfolgte
eine  Vermehrung  um  30,000,  1S07  war  der  Gesammtstand  182,87(5,
wovon  (50,000  für  auswärtige  Expeditionen  verfügbar.  —  1811  stellte
das  damals  gering  bevölkerte  Land:

140.000  Matrosen  und  Seeleute,
237.000  M.  Linientruppen,
83,000  -  regelmä.ssige  Miliz,

288.000  M.  Gemeindemiliz,
(55,000  -  Reiter  von  der  Yeomanry.
813.000  Krieger  zu  ],and  u.  zur  See.

1S33  war  der  Effectivstand  des  Heeres  (ohne  die  ostindischen  Truppen) ­
  1  10,700,  1834  88,050  M.  Im  Krimfeldzug  erfolgte  die  Entwickelung ­
  langsam.  IS®*51  hatte  das  Heer  102,283  M.,  ohne  die  europ.
Truppen  in  Indien,  18®%,  112,077,  lS®®/ß«  178,615.  Nach  dem  ersten
Budgetentwurfe  für  18®%y  sollte  die  Landmacht  auf  24(5,7  1  (5  M.  gebracht
werden,  die  Beendigung  des  Krieges  führte  jedoch  zu  einer  Reduktion.
Eine  Notiz  von  1856  berechnete  die  Kriegsmacht  :
Stehendes  Heer  (mit  den  kön.  Truppen  in  Indien)  275,000  Mann
Einberufene  Miliz  127,000
Freiwillige  14,500
Indische  Armee  25o,ooo
Zusammen  gegen  (570,000  Mann.

Nach  amtlichen  Berichten  wurden  in  dem  22jährigen  Kriege  gegen
Frankreich  10,70(5  Mann  getödtet  (jährlich  im  Durchschnitte  800,  wovon ­
  10(5  auf  der  Flotte)  und  70,700  verwundet  (jährlich  3623,  davon
4  72  auf  der  Flotte).  Die  Zahl  der  »Vermissten«  ist  nicht  angegeben.
Der  britische  Verlust  in  den  blutigsten  Schlachten  war:

Lajidschlachten  Todte  Verwundete  I
Waterloo  .  1171  5802
Salamanca  .  388  2714
Vittoria  .  .  501  2807
Talayera  .  .  670  340(5

Seeschlachten  Todte  Verwundete
Trafalgar  .  440  1214
Nil  ...  218  (577
Copenhagen.  254  (580

Furchtbarer  als  die  feindlichen  Waffen  wüthen  Strapazen,  Mangel
und  Entbehrungen.  So  starben  in  den  41  Monaten  des  spanischen  Krieges ­
  24,930  Soldaten  an  Krankheiten,  nur  8999  an  Wunden.  —  Noch
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.